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Abflüsse gehören frei

Untere Wasserbehörde erteilt Auflagen für das Entwässerungssystem Abflüsse gehören frei

Die Firma Ahrens hat dafür zu sorgen, dass das Entwässerungsystem auf dem Gelände ihres Asphalt-Mischwerks am Georgschacht einwandfrei funktioniert. Diese Anordnung hat die Untere Wasserbehörde des Landkreises nach einem Ortstermin Ende Juli erteilt.

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STADTHAGEN. Im Juni hatte die Bürgerinitiative „Bürgerprotest Stadthäger Asphalt-Mischwerk“ (BI) darauf hingewiesen, dass Oberflächenwasser das Gelände verlässt, dessen Schadstoffbelastung einschlägige Grenzwerte überschreitet (wir berichteten).

Bei dem Ortstermin sei festgestellt worden, dass etliche Regenabflüsse verstopft sind, berichtet Kreispressesprecher Klaus Heimann: „Die hatten sich mit Schüttgut zugesetzt.“ Dadurch sei Wasser nicht in das firmeneigene Klärsystem geleitet worden, sondern habe das Gelände auf der Oberfläche verlassen.

Das Unternehmen habe mit Frist des heutigen Donnerstag die Auflage bekommen, den Missstand zu beseitigen. Neben dem Freilegen der Abflüsse zählt dazu auch das Verlegen so genannter Wasserlenker; das sind Schienen, die das Wasser zu den Abflüssen führen. Schließlich müsse Schüttgut so gelagert werden, dass es nicht in die Abflüsse gelangen könne. „Wir werden jetzt zeitnah kontrollieren, ob diese Maßnahmen umgesetzt worden sind“, versichert Heimann. Auch künftig werde das Entwässerungssystem regelmäßig behördlich kontrolliert.

Dank an die Behörde

Gelange das Regenwasser ordnungsgemäß ins firmeneigene Klärsystem, müsse es dort so gereinigt werden, dass die vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten werden. Im Regelfall werde dieses Wasser in einem internen Brauchwassersystem genutzt, etwa zur Berieselung von Brech- und Schüttgut, erläutert Heimann. Dabei verdunste viel. Seien die Brauchwasserbehälter voll, laufe das Wasser in ein Regenrückhaltebecken. „Nur in sehr seltenen Fällen“, so Heimann, falle so viel Wasser an, dass aus diesem Becken Wasser in Vorfluter der Umgebung fließe. „In einem solchen Fall kontrollieren wir dieses Wasser durch Messungen.“

„Wir sind den Behörden dankbar, dass sie unseren Hinweisen unverzüglich nachgegangen sind“, schreibt der stellvertretende BI-Vorsitzende Werner Schoch in einer Pressemitteilung. Denn es sei primär wichtig, dass kein Wasser mehr unkontrolliert vom Gelände fließt. Forderungen von SPD, CDU und Grünen nach weiteren Messungen sowie deren Mutmaßungen über die Ursache der Schadstoffbelastung „helfen aktuell nicht weiter“, so BI-Vorstandsmitglied Lothar Kutzinski. „Aus unserer Sicht gehen die Parteien, mit Ausnahme von WIR, die Probleme mit dem Aspahlt-Mischwerk zu zögerlich an“, fügte Schoch hinzu. ssr

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