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Stadthagen Stadt Abwassergebühr soll 2019 steigen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Abwassergebühr soll 2019 steigen
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13:25 11.03.2018
Unter anderem um Sanierungsarbeiten im Klärwerk zu finanzieren, müssen die Abwassergebühren im kommenden Jahr angehoben werden. Quelle: rg
Stadthagen

Die Steigerung könnte „ganz grob geschätzt etwa zehn Prozent betragen“, wie Schädel auf Nachfrage mitteilte. Aktuell werden für einen Kubikmeter Schmutzwasser Gebühren in Höhe von 2,26 Euro erhoben. Für Niederschlagswasser sind es 26 Cent pro Quadratmeter Grundstücksfläche.

Vor zwei Jahren hatte es eine Gebührensenkung gegeben. Die war nach Darstellung von Schädel allerdings nur durch die Auflösung einer höheren Rückstellung ermöglicht worden. „Daher war klar, dass es irgendwann wieder in die andere Richtung gehen wird.“ Denn dieses Geld, dass im „Sonderposten für den Gebührenhaushalt“ geparkt wird, ist mittlerweile durch die Kostensteigerungen im Abwasserbetrieb fast aufgezehrt.

Einnahmen von 3,18 Millionen nötig

Ende 2017 war dieser Topf nur noch mit 140.000 Euro gefüllt. Das kalkulierte Minus im Betriebsjahr 2018 beträgt aber nach Angaben Schädels 155.000 Euro. „Am Ende des Kalkulationszeitraums von 2016 bis 2018 kann der Haushalt nicht ausgeglichen werden“, stellte Schädel fest. Daher müsse er im Budgetplan ab 2019 mit Gebühreneinnahmen von 3,18 Millionen statt bisher 2,88 Millionen Euro kalkulieren – das sind die erwähnten zehn Prozent.

Im laufenden Jahr wird der Abwasserbetrieb nach Darstellung von Schädel Investitionen in Höhe von 1,45 Millionen Euro tätigen. Davon werden 1,1 Millionen Euro durch Kredite getätigt.

Teure Sanierungen

Den mit 320.000 Euro größten Einzelposten bei den geplanten Investitionsvorhaben stellt die Kanal-Erschließung des Baugebiets „An der Sandkuhle II“ dar. Die Erneuerung des Sandfangs in der Kläranlage wird mit 200.000 Euro veranschlagt. Jeweils 100.000 Euro sollen zur Sanierung der Kanalrohre in der Tilsiter und der Sophienstraße dienen. 60.000 Euro fallen dafür in der Gretchenstraße an.

Für die Erneuerung der Technik an der städtischen Pumpstation müssen ebenfalls 60.000 Euro aufgewendet werden. Schließlich muss nach Angaben des Betriebsleiters der Faulturm im Klärwerk „viel früher gereinigt werden als ursprünglich gedacht“. Das werde unvorhergesehene Kosten von rund 75.000 Euro verursachen. Dazu komme der Ausfall der Stromproduktion während der Reinigungsphase, der Kosten von 25.000 Euro verursachen werde. In diesem Zuge habe man sich entschlossen, auch eine Betonsanierung (60.000 Euro) vorzunehmen.

Der Betriebsausschuss empfahl ohne Diskussion die Festsetzung des Haushaltsplans des Abwasserbetriebs mit einem Gesamtvolumen von 3,4 Millionen Euro für 2018 einstimmig. ssr