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Achtjähriger auf Schulweg belästigt

Stadthagen Achtjähriger auf Schulweg belästigt

Ein achtjähriger Junge ist am Montag Nachmittag auf dem Weg von der Grundschule Am Stadtturm nach Hause von einem Mann belästigt worden. Der Vorfall ging nach Einschätzung der Polizei nicht zuletzt deswegen glimpflich aus, weil „das Kind vorbildlich reagiert hat."

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Quelle: dpa

Stadthagen (ssr).  Der Übergriff ereignete sich zwischen 16 und 16.15 Uhr bei der Ampelanlage an der Krummen Straße, wo diese am Restaurant „Torschreiberhaus“ über die Wallanlagen führt. Wie der Zweitklässler später in Begleitung seiner Eltern im Polizeikommissariat erzählte, habe ihn plötzlich ein Mann fest an den Arm gefasst. Er sei aufgefordert worden, mitzukommen, schilderte der Zweitklässler. Doch habe er sich sofort mit einem kräftigen Ruck losgerissen und sei schnell weggerannt. Dabei habe er in der Nähe eine seiner Lehrerinnen erkannt und sei dieser in die Arme gelaufen.

 Diese Zeugin habe dann leider nur noch sehen können, wie der Mann auf einem Fahrrad mit hohem Tempo geflohen sei, berichtete Polizeisprecher Axel Bergmann. Insofern gebe es bislang keine Täterbeschreibung. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren, versicherte Bergmann. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorgang geben können, sich beim Polizeikommissariat in Stadthagen unter Telefon (05721) 40040 zu melden.

 „Wir sind sicher, dass die Darstellung des Jungen absolut glaubhaft ist“, führte der Polizeisprecher aus. Daher werde der Fall außerordentlich ernst genommen. Wie schwerwiegend die Motive und Absichten des Mannes allerdings gewesen sind, „ist für uns noch eine ungeklärte Frage“.

 Merkwürdig sei, dass der Vorfall sich zu einer Zeit ereignete, „zu der das Areal dort bekannter Maßen sehr belebt ist“. Zudem sei seltsam, dass „der Mann, sollte er eine Entführungsabsicht gehegt haben, als Verkehrsmittel ein Fahrrad gewählt hat“.

 Ausdrücklich hob Bergmann hervor, dass der Achtjährige sich vorbildlich verhalten habe. Dessen Reaktion könne geradezu als Schulungsbeispiel für Präventionsmaßnahmen dienen.

 Wie der Leiter der Grundschule Am Stadturm, Frank Plagge, auf Anfrage berichtete, gehören Gewaltpräventionskurse zum regelmäßigen Schulprogramm. Man habe diesen Vorfall zum Anlass genommen, am Dienstag in allen Klassen diese Inhalte zu wiederholen. Zudem sei allen Schülern ein Elternbrief mitgegeben worden.

 Darin wird vor Hysterie gewarnt, zu der es keine Veranlassung gebe. Gleichzeitig werden die Eltern gebeten, sich mit ihren Kindern über potenzielle Gefährdungssituationen und angemessene Reaktionen zu unterhalten.

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