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Ärztezentrum "macht wenig Sinn"

Kassenärztliche Vereinigung: Keine Neuansiedlungen möglich Ärztezentrum "macht wenig Sinn"

„Ein Ärztezentrum in Stadthagen macht wenig Sinn.“ Das ist die Überzeugung von Uwe Köster, Pressesprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN). Seiner Aussage nach gibt es für die Kreisstadt keine Chance für die Ansiedlung weiterer Haus- und Fachärzte.

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Stadthagen. Die maßgebende Bedarfsplanung der für die Niederlassung von Medizinern zuständigen KVN ergibt für den Bereich Stadthagen – hierzu zählen außer Stadthagen 20 weitere Gemeinden im Umkreis – für Hausärzte einen Versorgungsgrad von 105,7 Prozent. Bis 110 Prozent ist eine Versorgung erlaubt, ab dann ist ein Bezirk wegen Überversorgung für weitere Ansiedlungen gesperrt.
Hinter der Prozentzahl für den Planbereich Stadthagen stehen 43 Hausärzte. Die Zahlen stammen aus dem zweiten Quartal 2014. Seither gibt es in der Kreisstadt zwar vier Allgemeinmediziner weniger. Dennoch, errechnete KVN-Pressesprecher Köster, kämen die Stadt und ihr Umland längst nicht in den Bereich der Unterversorgung, der bei 75 Prozent beginnt.
Bei den Fachärzten, deren Zustrom sich Ärztehaus-Planer erhoffen, sieht es nicht anders aus. Wie die Hausärzte fallen auch die Fachärzte in die Bedarfsplanung. Hierbei sind die Planungsbereiche allerdings weiter gefasst. Die Zahlen beziehen sich auf ganz Schaumburg. Für Orthopäden ist ein Versorgungsgrad von 116,2 Prozent ausgewiesen, für Augenärzte von 121,3 Prozent, für Frauenärzte sogar von 124,1 Prozent. Angesichts dieser Zahlen ergibt sich die Schlussfolgerung: Nach Stadthagen darf – abgesehen von der Neubesetzung bestehender Praxen – gar kein Arzt mehr ziehen. Wenn es in der Kreisstadt also überhaupt zu einem Fachärztezentrum kommen soll, dann müssen im Planbereich Stadthagen bereits niedergelassene Ärzte in eine solche Einrichtung wechseln, sagte Köster. Er ergänzte, dass sich die Bedarfsquoten in den kommenden Jahren nicht ändern werden.
„Die Kassenärztliche Vereinigung hat sicherlich ihre Sicht der Dinge“, kommentierte Iris Freimann, Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters auf Anfrage. Die Stadtverwaltung habe im Übrigen die Sinnhaftigkeit eines solchen Vorhabens „inhaltlich nicht zu beurteilen, das obliegt uns nicht“, fügte sie hinzu. Die Verwaltung habe lediglich „die Aufgabe der Bauleitplanung“. Schließlich handele es sich um eine Privatinvestition. Ob diese sinnvoll sei, müsse der Investor entscheiden. „Natürlich ist es grundsätzlich immer gut, wenn jemand in Stadthagen investieren will.“  sk, ssr

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