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Ahornallee soll fallen

Stadthagen Ahornallee soll fallen

Die Säge soll kreisen: Im südlichen Abschnitt der Straße Am Georgschacht sollen auf einer Länge von 600 Metern eine Reihe alter Ahorne abgeholzt werden. Grund ist die bei der Sanierung geplante Verbreiterung der Fahrbahn um einen Meter.

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„Durch diese hohle Gasse ...“ – sichtlich eng wird es , wenn sich im südlichen Abschnitt der Straße Am Georgschacht Lastwagen begegnen.

Quelle: rg

Stadthagen. Dieses Vorhaben will die Verwaltung in der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses präsentieren. Die Politik muss entscheiden, ob sie eine 1987 erlassene Satzung zum Schutz der Ahornallee kippt.
Wie Bauamtsleiter Gerd Hegemann auf Anfrage erläuterte, weisen viele der mehr als 100 Jahre alten Ahorne Schäden auf. Das liege an der zu schmalen Fahrbahn: Die zahlreichen dort verkehrenden Lastwagen würden bei Begegnungsverkehr immer wieder massiv die Baumkronen schädigen. Außerdem würden sie den Straßenrand so verdichten, dass dies zu Wurzelschäden führe. „Würden wir es bei der jetzigen Fahrbahnbreite belassen“, so Hegemann, „kann man das Ende der Ahorne prognostizieren.“
Daher wolle die Verwaltung die Fahrbahn auf 6,50 Meter verbreitern. Sodann solle jeder einzelne alte Ahorn durch ein junges Exemplar ersetzt werden. Durch die breitere Fahrbahn, die einen Lastwagen-Begegnungsverkehr ohne Ausweichmanöver sichere, und einen ausreichenden Abstand der neuen Ahorne werde eine Schädigung durch die Fahrzeuge vermieden. „Auf diese Weise sorgen wir für den dauerhaften Erhalt der Ahornallee“, argumentiert der Bauamtsleiter.
„Entsetzt“ zeigt sich hingegen die Bürgerinitiative „Bürgerprotest Stadthäger Asphaltmischwerk“ (BI) über das Vorhaben. „Ein in Schaumburg so einzigartiges und die Landschaft prägendes Kulturgut wie die Ahornallee muss unbedingt in seinem jetzigen Bestand erhalten bleiben“, schreibt Vorsitzender Lothar Kutzinski in einer Pressenotiz.
Nach Überzeugung der BI ist eine Sanierung der Straße in der bisherigen Breite völlig ausreichend. Auch der Bauausschuss des Rates hatte noch im November vergangenen Jahres einem Ausbaukonzept zugestimmt, das keine Verbreiterung der Straße und stattdessen den Erhalt der Ahornallee vorsah, heißt es in dem BI-Schreiben. Nachdem das Asphalt-Mischwerk den Betrieb aufgenommen hat, solle dies nach der Vorstellung von Bürgermeister Bernd Hellmann jetzt nicht mehr gelten, kritisiert Kutzinski.
Nach Meinung der BI soll „die Ahornallee zerstört werden, damit auf Kosten der Steuerzahler eine Rennpiste gebaut wird, deren Hauptnutznießer das Asphalt-Mischwerk sein dürfte“.
Die Verwaltung behaupte, die Ahornbäume hätten bereits ihr maximales Alter erreicht, führt BI-Vize Jürgen Burdorf aus. „Dabei wird aber verschwiegen, dass ein ausgewachsener Bergahorn eine Lebenserwartung von 400 bis 500 Jahren hat.“
Die gemeinsame öffentliche Sitzung des Planungs- und Bauausschusses sowie des Ausschusses für Klima- und Umweltschutz beginnt am Mittwoch, 24. September, um 17.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. ssr

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