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Stadthagen Stadt Ahorne bleiben stehen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Ahorne bleiben stehen
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00:23 22.03.2015
Die Ahornallee südlich des Georgschachts kann in ihrer ursprünglich Form erhalten bleiben.  Quelle: rg
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Stadthagen. Entscheidend war die erst wenige Stunden zuvor eingetroffene Zusage der Landesbehörde für Straßenbau für eine Lösung, die nun von SPD, CDU und Grünen mitgetragen wird. Diese ist damit genehmigt und wird vom Land finanziell zu rund 50 Prozent gefördert.

Demnach wird die Fahrbahn auf 6,20 Meter verbreitert und mit Leitpfosten versehen. Diese Breite ermöglicht einen Begegnungsverkehr von Lastwagen. Der Verkehr wird aber so weit von den Ahornen entfernt gehalten, dass keine Schädigungen zu befürchten sind. Das hat die Untere Naturschutzbehörde bestätigt.

Festgelegt wird eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern. Für die Radfahrer wird vom südlichen Ende der Ahornallee eine neue Verbindung zur Jahnstraße und damit Richtung Innenstadt geschaffen.

Der Straßenbau wird 750 000 Euro kosten, wovon das Land 385 000 Euro übernimmt. Die Anlage des Radweges schlägt mit 85 000 Euro zu Buche, ob das Land auch hierfür Anteile übernimmt, ist noch offen.

Der Vorstoß der rot-grünen Ratsgruppe hatte eigentlich eine Verbreiterung auf nur sechs Meter mit Hochborden und eine Tempo 30-Zone vorgesehen. Dies alles wäre aber nicht förderfähig gewesen. Zudem hätten die Hochborde bei ihrer Verankerung im Boden die Wurzeln zumindest einiger Ahorne zerstört. „Wir sind deshalb bereit, unseren Vorschlag zu modifizieren“, signalisierte namens der rot-grünen Ratsgruppe Thomas Pawlik (SPD).

Heiko Tadge erklärte für die CDU-Fraktion, auch diese könne der gefundenen Kompromisslösung zustimmen. Diese sei „praktikabel, kostengünstig und umweltschonend“. Die Union hatte eigentlich Leitplanken und Ausweichbuchten vorgeschlagen, konnte davon aber angesichts des gefundenen Kompromisses leichten Herzens davon Abstand nehmen. Noch nicht festlegen wollte sich Richard Wilmers namens der Gruppe WIR/FDP.

Zwar sprachen die Ausschüsse noch keine Empfehlung aus, da formal erst noch die Fraktionen beraten sollen. Die zitierten eindeutigen Stellungnahmen sollten aber signalisieren, dass der aufgezeigte Lösungsweg beschritten wird. Die Zustimmung des Verwaltungsausschusses in seiner Sitzung am 15. April gilt daher als sicher.

Bei der ursprünglich von der Verwaltung vorgesehenen Verbreiterung der Fahrbahn auf 6,50 Meter wäre die Entfernung der Ahorne auf einer Straßenseite erforderlich geworden. Dagegen hatten sich verbreitet Proteste erhoben. ssr

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