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Stadthagen Stadt Ahrens baut eigenen Bahnübergang
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Ahrens baut eigenen Bahnübergang
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20:04 23.03.2017
Auf die Inbetriebnahme des privaten Bahnübergangs auf dem Gelände des Asphalt-Mischwerks stoßen Ahrens-Geschäftsführer Karsten Klein (links) und Bürgermeister Oliver Theiß an. Quelle: rg
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Stadthagen

Das Unternehmen Ahrens, das auch das Asphaltwerk betreibt, hat nach eigenen Angaben rund 150.000 Euro in den privaten Übergang investiert.
Nach den Worten von Geschäftsführer Karsten Klein ersparen sich die Lkws, die Bodenaushub auf die Halde transportieren, einen Weg von 500 Metern. Denn bislang mussten sie auf der Straße Am Georgschacht erst das Firmengelände umfahren, um auf die Halde zu gelangen.

Gleichzeitig werde die gerade sanierte öffentliche Straße entlastet. Künftig würden dort rund 50 Wagen, alles 40-Tonner, pro Tag weniger fahren. Insgesamt werden 100 000 Tonnen Bodenaushub pro Jahr auf die Halde transportiert. Nunmehr werde die Straße geschont, das Verkehrsrisiko durch abbiegende Lkws entsprechend minimiert.

Um sein „Lob an die Firma“ auszusprechen, war Bürgermeister Oliver Theiß zur Inbetriebnahme gekommen: „Das ist eine erfreuliche Entlastung für die Straße Am Georgschacht.“ Zwar habe Ahrens die Investition „nicht selbstlos“ getätigt, trotzdem „hätten sie mit der Haldenbelieferung auch weiterhin auf der öffentlichen Straße fahren können“. Die nennenswerte Investition sei insofern keine Selbstverständlichkeit.

Hartnäckig genervt

„Der Bürgermeister hat mehrfach interveniert“, verriet Klein, „er hat mich hartnäckig genervt.“ Nicht zuletzt auch dieser Tatsache sei die Erstellung des Bahnübergangs zu verdanken. Klein kündigte in diesem Zusammenhang eine weitere Investition an. Bis Ende April werde die Asphalt-Verladeanlage für 50.000 Euro eingehaust und mit einer Berieselungsanlage ausgestattet. Auf diese Weise sollen die auftretenden Gerüche auf ein Minimum reduziert werden, erläuterte der Geschäftsführer.

Auf der Bahnstrecke, die der Übergang quert, verkehren die Züge der Dampfeisenbahn Weserbergland sowie Güterzüge, die Rohmaterial für die Asphaltherstellung von Ahrens herantransportieren. Der Übergang war laut Klein deshalb so teuer, weil erstens Bodenerwerb notwendig war und zweitens die Signalanlagen „mördermäßig kostspielig sind“.

In dem Werk sind im vergangenen Jahr rund 120.000 Tonnen an Asphalt produziert worden. Zudem wurden 80.000 Tonnen Baustoffe recycelt. Am Standort Stadthagen beschäftigt die Firma Ahrens nach Angaben von Klein mittlerweile 75 Mitarbeiter. ssr

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