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Ahrens legt plötzlichen Baustart hin

Nicht-öffentliches Treffen mit benachbarten Anliegern Ahrens legt plötzlichen Baustart hin

Überraschend und früher als erwartet hat die Firma Ahrens im Gewerbegebiet in Petershagen-Lahde mit Bauarbeiten begonnen. Bagger rückten an und bewegten auf dem 23000 Quadratmeter großen Grundstück Erde.

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Quelle: Archiv

PETERSHAGEN/STADTHAGEN. Die Firma mit Hauptsitz in Stadthagen, die am hiesigen Georgschacht ein Asphalt-Mischwerk betreibt, will – wie berichtet – in Lahde eine Anlage zur Lagerung und Behandlung von „nicht gefährlichen und gefährlichen Abfällen“ – so heißt es im Bauantrag – errichten.

Rechtliche Grundlage für den Start der Arbeiten ist eine Genehmigung für einen „vorzeitigen Baubeginn“, die die dafür zuständige Bezirksregierung Detmold erteilt hat. Ein Sprecher dieser Behörde betonte, dass eine Gesamtgenehmigung für den geplanten Betrieb noch aussteht.

Im Baugenehmigungsverfahren seien noch Träger öffentlicher Belange zu beteiligen, darunter die Wasserwirtschaft, Betreiber von Telekommunikation und die Feuerwehr. „Es zeichnet sich aber ab, dass auch das Gesamtvorhaben genehmigt wird“, gab der Sprecher die Einschätzung seiner Behörde bekannt.

„Wir befürchten große Umweltbelastungen, Wasserverschmutzung, Staub und Lärm“

Unterdessen hat die Petershäger Bürgerinitiative „Stoppt den Giftmüll“ (BI) angekündigt, im Rahmen der vorgeschriebenen Beteiligung der Öffentlichkeit „Anregungen und Bedenken“ zu der geplanten Ansiedlung einzubringen. „Wir befürchten große Umweltbelastungen, Wasserverschmutzung, Staub und Lärm“, so Vorsitzender Wolfgang Riesner. Die BI fordert zudem eine öffentliche Veranstaltung, in der die Bevölkerung auch von neutraler Seite informiert wird.

Mitte Juli hat es ein nicht-öffentliches Treffen gegeben, in dem die anliegenden Gewerbebetriebe von der Ahrens-Geschäftsführung über das Vorhaben informiert wurden. Nach Aussagen eines Teilnehmers dieser Runde sei dabei angekündigt worden, dass pro Jahr 60000 Tonnen gefährliche und 40000 Tonnen nicht gefährliche Stoffe angeliefert werden sollen.

Die Abfälle sollen demnach auf dem Gelände in einer Sieb- und Brecheranlage behandelt werden. Zu den „gefährlichen Abfällen“ gehören unter anderem kohlenteerhaltige Bitumengemische und Gleisschotter.

Täglich 60 bis 100 Lastwagen

Die angelieferten Stoffe können offenbar auch nicht allesamt vor Ort entsorgt werden, sei bei dem Treffen mitgeteilt worden. Daher sollen Teile davon in Lahde nur zwischengelagert und dann per Lastwagen und Schiff in die Niederlande transportiert werden. Dort, so habe es geheißen, gelten andere Standards.

Angedeutet worden sei, dass täglich 60 bis 100 Lastwagen das Gelände verlassen sollen. Ahrens-Geschäftsführer Karsten Klein kündigte an, zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich Stellung zu beziehen. mt

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