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Ahrens weitet Kapazität aus

60 Prozent mehr Ahrens weitet Kapazität aus

Die Firma Ahrens will die Produktionskapazität ihres Asphalt-Mischwerks am Stadthäger Georgschacht um rund 60 Prozent auf 190.000 Tonnen pro Jahr erweitern. Das Unternehmen hat einen entsprechenden Antrag beim Gewerbeaufsichtsamt in Hildesheim eingereicht.

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Quelle: PR.

STADTHAGEN. „Der Antrag kommt für uns nicht überraschend“, teilt dazu die Bürgerintiatitive „Bürgerprotest Stadthäger Asphalt-Mischwerk“ (BI) mit. „Wir haben schon damals befürchtet, dass das Unternehmen bei seiner Ansiedlung eine Salamitaktik betreibt und den Geschäftsbetrieb erweitern will, wenn erst einmal eine Genehmigung vorliegt“, bekundet BI-Vize Werner Schoch. Anders sei nicht zu erklären, „warum die Asphaltmischanlage für die bislang genehmigte Produktionsmenge von 120000 Tonnen pro Jahr nach unserer Auffassung völlig überdimensioniert ist“, fügt BI-Vorsitzender Jürgen Burdorf hinzu.

Mehr Lastwagen in der Stadt befürchtet

Eine wesentlich höhere Produktion bedeute für die Bevölkerung von Stadthagen eine erhebliche zusätzliche Belastung, stellen die BI-Verantwortlichen fest. „Der Lastwagenverkehr mit seiner Lärm- und Staubbelastung, der schon jetzt deutlich mehr ist als ursprünglich behauptet, wird spürbar zunehmen“, befürchtet Schoch: „Etliche 1000 zusätzliche Lastwagen werden durch die Stadt fahren.“ Darüber hinaus, macht Burdorf deutlich, „werden im Falle einer Produktionsausweitung neben den häufigeren Geruchsbelästigungen noch mehr gefährliche Quecksilbergase und krebserregende Stoffe von der Anlage emittiert.“ Die BI hat beim Gewerbeaufsichtsamt Einsicht in die Antragsunterlagen beantragt, berichtete Burdorf.

Dauerhafte Nachfragesteigerung wird erwartet

Ein Ahrens-Sprecher sagte auf Anfrage, die Kapazitätsausweitung sei erforderlich, weil aufgrund der Investitionen von Bund und Ländern die Bautätigkeit im Straßenbau in den zurückliegenden Jahren gestiegen sei. Auch für die kommenden fünf Jahre werde durch Bauvorhaben im Umkreis von bis zu 50 Kilometern eine dauerhafte Nachfragesteigerung erwartet. Ob die beantragte Kapazität in absehbarer Zeit ausgeschöpft werden soll, darauf sagte der Sprecher: „Das ist bisher nicht absehbar, könnte aber bei weiter reger Bautätigkeit in einigen Jahren eintreffen.“

Die Behauptung der BI, das Mischerwerk stoße krebserregende Stoffe aus, ist nach Angaben des Firmensprechers „absolut unzutreffend“. In der Anlage würden keine gefährlichen quecksilberhaltigen Gase emittiert. „Bei den als krebserregend eingestuften Stoffen liegt unsere Anlage deutlich unter den vorgeschriebenen Grenzwerten.“ Dies werde auch bei den regelmäßigen Messungen der Gewerbeaufsicht bestätigt.  ssr

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