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Alles nur Fassade

Stadthagen Alles nur Fassade

Die Fenster sind geputzt, Gardinen hängen davor: Auch wenn es den Anschein hat, sind die vier alten Häuser an der Krummen Straße immer noch nicht bewohnbar.

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Damit keiner von herabstürzenden Dachziegeln und Fassadenteilen verletzt wird, ist eines der maroden Häuser an der Krummen Straße mit einem Baugerüst abgesichert worden.

Quelle: rg

Stadthagen. Ein Gerüst verhüllt zurzeit die Fassade einer der Immobilien, die die Stadt dieses Jahr erworben hat, um sie als Wohnraum umzugestalten.

 Der Grund: Sicherungsarbeiten. „Dachziegel sind lose, und ein Kamin droht abzustürzen“, erklärt Bauamtsleiter Gerd Hegemann auf Anfrage. Wohnen könne dort keiner. Die Fassade bröckele zum Teil ab und müsse gesichert werden.

 Wer sich über die Gardinen im Fenster wundert – die sind lediglich Kulisse. Die Initiative Stadthäger Altstadt (ISA), die sich für den Erhalt der historischen Gebäude einsetzt, ist Hegemann zufolge für die Verschönerungsmaßnahmen verantwortlich. ISA-Mitglieder hätten auf den stadteigenen Grundstücken aufgeräumt, die Fenster gereinigt und Gardinen angebracht, um das Erscheinungsbild der Gebäude aufzuhübschen. „Die Gardinen sind lediglich angetackert, die kann man nicht einmal verschieben“, erklärt der Bauamtsleiter.

 Bis entschieden wird, in welchem Umfang die Häuser saniert werden, dauert es noch. Zurzeit wird nach Worten des Bauamtsleiters ein Planungswettbewerb vorbereitet, der Anfang nächsten Jahres beginnen soll. Mit dem nicht öffentlichen Hochbauwettbewerb wollte die Verwaltung die Sanierung der Krummen Straße vorantreiben und die seit längerer Zeit leer stehenden Häuser zu Wohnzwecken umgestalten.

 Sobald die Konzepte der für den Wettbewerb ausgewählten Architekturbüros eingegangen und ausgewertet seien, entscheide eine Jury über den besten Vorschlag. Welche Maßnahme dann umgesetzt werde, sei jedoch auch von der Bausubstanz und dem, was davon erhalten werden könne, abhängig.

 Die Nordstadt und im Besonderen die Krumme Straße werden immer mehr zum Politikum. Mit Blick auf die Verkehrsführung in Stadthagen wollen besonders Einzelhändler, dass auf der schmalen Straße Begegnungsverkehr möglich ist. Das wiederum würde bedeuten, dass die historischen Häuser abgerissen werden müssten.

 Dagegen regt sich allerdings der Widerstand diverser Politiker. Auch die Anlieger beschweren sich schon jetzt über Raser auf der Krummen Straße und sprechen sich gegen eine Straßenverbreiterung aus. Wie es mit der historischen Häuserwand weitergeht, entscheidet sich nach dem Abschluss des Planungswettbewerbes. vin, tbh

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