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Altbürgermeister Ernst Meier gestorben

Stadthagen. / Nachruf Altbürgermeister Ernst Meier gestorben

Der frühere Stadthäger Bürgermeister Ernst Meier ist am vergangenen Donnerstag nach kurzer Krankheit im Alter von 95 Jahren gestorben. Er hinterlässt einen Sohn, sieben Enkel und fünf Urenkel.

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Ernst Meier

Stadthagen. Ernst Meier hat das politische Leben in der Kreisstadt über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt. Der Sozialdemokrat war hier von 1964 bis 1986 Bürgermeister. Dem Rat gehörte er ab 1956 genau 30 Jahre lang an.

Mitgewirkt, vielfach in leitender Position, hat er darüber hinaus in sieben Verbandsversammlungen, etwa beim damaligen Sparkassen-Zweckverband. Viele Jahre gehörte er zu den einflussreichsten Abgeordneten des Kreistags. Engagiert hat sich der Kommunalpolitiker auch über die Kreisgrenzen hinaus über lange Zeit im Vorstand des Niedersächsischen Städtetags und im Präsidium des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

Der gebürtige Niedernwöhrener lebte von 1938 an mit seiner Ehefrau Sophie geb. Stahlhut († 2008) in Stadthagen, mit der er einen Sohn und eine Tochter († Juni 2011) hatte. Bis zum Alter von 42 Jahren war Ernst Meier als Tischler tätig. Unmittelbar nach dem Krieg begann er sich gewerkschaftlich zu engagieren, unter anderem als Betriebsrat. Von 1958 an war er bis zu seinem Ruhestand hauptberuflich Vorsitzender des Kreisverbandes Schaumburg-Lippe des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

Den Schilderungen langjähriger Weggenossen nach zeichnete Ernst Meier eine sehr stark ausgeprägte soziale Haltung aus. Er war in der Gewerkschaftsidee tief verwurzelt, vertrat diese allerdings weniger kämpferisch als vielmehr klug abwägend. Als Bürgermeister kümmerte er sich vielfach persönlich mit großem Einsatz um Menschen in schwierigen Situationen – gleichermaßen mit Rat und Tat.

Seinen Freunden und Begleitern ist Ernst Meier als ausgesprochen geselliger und humorvoller Mensch in Erinnerung. Seine regelmäßige Teilnahme an den Traditionsfesten der Kreisstadt galt als selbstverständlich. Stets verbreitete er dabei durch seine fröhliche Art gute Laune. Diese gepaart mit seiner den Menschen unkompliziert zugewandten sozialen Grundeinstellung und seiner großen Verlässlichkeit machten ihn zu einem außergewöhnlich beliebten Bürgermeister.
Die Trauerfeier ist am Mittwoch, 28. September, um 13.30 Uhr in der Kapelle des St. Martini-Friedhofes. ssr

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