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Alte Moschee: "Kommt nicht in Frage"

SPD/Grüne und CDU wollen keine kurzfristige Lösung für leeres Gotteshaus Alte Moschee: "Kommt nicht in Frage"

Die Situation an der Ecke Vornhäger/Lauenhäger Straße muss verbessert werden. Das ist auch die Überzeugung von SPD/Grünen und CDU im Rat.

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Stadthagen . Die Gruppe WIR/FDP und auch Bürgermeister Oliver Theiß (parteilos) hatten speziell den Anblick der früheren Moschee als „Schandfleck“ bezeichnet.

Anders als WIR/FDP sehen die großen Fraktionen allerdings keinen Sinn darin, das Erscheinungsbild der ehemaligen Moschee kurzfristig zu ändern, beispielsweise indem die Stadt es kauft und die Fassade renoviert. „Das kommt überhaupt nicht in Frage“, sagt CDU-Fraktionschef Heiko Tadge. „Wir sollten dort keine isolierte Lösung für einzelne Gebäude herbeiführen“, ergänzt Jan-Philipp Beck, Sprecher der rot-grünen Ratsgruppe.

Die Ecke an dieser Ampelkreuzung sehe „nicht gerade attraktiv aus“, räumt Tadge ein. „Wir müssen an dem Erscheinungsbild dort arbeiten“, fügt Beck hinzu. Nach Überzeugung beider Politiker ist das aber nur sinnvoll im größeren Rahmen des Förderprogramms „Städteumbau West“, in welches das gesamte Areal aufgenommen worden ist. „Veränderungen werden sich dort also nicht gleich von heute auf morgen ergeben“, konstatiert Tadge.

Im Zuge dieser Planungen ist laut Beck aus Sicht von Rot-Grün die Einrichtung eines Kreisels anzustreben. „Das würde den Verkehrsfluss an der nordöstlichen Zufahrt zur Altstadt sehr verbessern.“ Das Bauprojekt wäre „unkritisch, da weder in die Wallanlagen noch in historische Bausubstanz eingegriffen werden müsste“, so Beck. Auch Tadge hält einen Kreisel dort für sinnvoll, freilich habe dieser für die Union nicht oberste Priorität. „Die sehen wir zum Beispiel eher an der Kreuzung Ostring/Vornhäger Straße.“ Kommt es an der Ecke Vornhäger-/Lauenhäger Straße zur Anlage eines Kreisels, würde sich das Problem des „Schandflecks“ mit erledigen, denn dieses Gebäude müsste von der Stadt erworben und abgerissen werden.

Dieses Vorgehen entspricht ausdrücklich auch den Vorstellungen des Eigentümers des Gebäudes, des Türkisch-Islamischen Kulturvereins. „Die Verwaltung muss nun eine Zeitschiene für die Umsetzung eines Kreisels aufzeigen“, fordert Beck.
Die Vorstellungen von Beck und Tadge für die Neugestaltung des Areals decken sich. Demnach sei dort innenstadtnahe Wohnbebauung sinnvoll, ergänzt durch kleinere Geschäfte und Dienstleister inklusive eines kleinen Nahversorgers. Die Realisierungschancen hängen laut Tadge freilich hauptsächlich von zwei Faktoren ab: „Was haben die Eigentümer der Grundstücke vor und ist das Konzept für einen Investor tragbar.“

Beck verweist auf die eine Million Euro, die an Fördergeld parat stehen. „Die Verwaltung muss das Projekt jetzt vorantreiben, und zwar möglichst zeitnah“, fordert der rot-grüne Gruppensprecher.

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