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Stadthagen Stadt Altes Krankenhaus: Stadt wehrt sich
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Altes Krankenhaus: Stadt wehrt sich
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16:20 11.03.2018
Auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses entstehen 35 Wohnungen. Darauf haben sich jetzt alle Beteiligten geeinigt. Quelle: rg
Stadthagen

Bis dahin muss der Bebauungsplan öffentlich ausgelegen haben, was nach Angaben von Gerd Hegemann mit der jetzigen Übereinkunft klappen sollte. „Wir sind auf der Zielgeraden“, sagt der Leiter des städtischen Bauamtes.

 Für Verwunderung im Rathaus hatten derweil Äußerungen des Kreis-Bauamtsleiters Fritz Klebe gesorgt, die einen Zusammenhang zwischen geschrumpfter Wohnbaufläche und der Parkanlage hinter dem Krankenhaus herstellen. Zwar stimme es, sagt Hegemann: Der Kreis hätte sich dort Wohnbebauung vorstellen können, die Stadt winkte aus Gründen des Naturschutzes ab. Das sei aber schon vor vier Jahren klar gewesen und von sämtlichen politischen Parteien und auch der Naturschutzbehörde des Landkreises mitgetragen worden.

 Dass die Zahl der geplanten Wohnungen auf dem Gelände wie von Klebe behauptet jüngst von 70 auf 35 gesunken ist, hat Hegemann zufolge nichts mit dem Park, sondern mit den davor liegenden Flächen zu tun. Die Gründe seien zum einen privatrechtlicher Natur: Anwohner stellen sich demnach quer gegen neue Wohnbebauung. Zum anderen sei aber auch der Platzbedarf des Landkreises immer weiter gewachsen.

 Teile der Kreisverwaltung sollen im ehemaligen Krankenhaus unterkommen. Die dafür veranschlagten Flächen erreichten immer größeren Umfang, bis „von den ursprünglich bekannten Abrissplänen nicht mehr viel übrig geblieben ist“, erklärt Hegemann.

Ball liegt im Kreishaus

Es bleibt also mehr vom alten Krankenhaus stehen, als zunächst gedacht. Das bedeutet weniger Wohnbaufläche – die durch den hohen Parkplatzbedarf der Kreisverwaltung noch zusätzlich schrumpfe.

 Hegemann wehrt sich weiterhin gegen Klebes Behauptung, in seiner Behörde gebe es Unmut gegen die Investoren – Sparkasse Schaumburg und Volksbank Hameln-Stadthagen – weil die noch kein Konzept vorgestellt hätten. Vielmehr sieht er den Ball im Kreishaus. Bis heute liege der Stadt kein verbindliches Raumprogramm für das ehemalige Krankenhaus vor. Die Reihenfolge, in der die Beteiligten Hegmann zufolge ihre Aufgaben erledigen müssen, lautet Landkreis – Stadt – Investoren.

 Mit der jetzigen Einigung könnte das Hin und Her nun erst einmal ein Ende finden. Bei den 35 Wohnungen bleibt es. Letzter offener Punkt ist demnach das sogenannte Bettenhaus. Es sei noch nicht klar, ob es abgerissen wird oder nicht.

 Bürgermeister Oliver Theiß stellt sich derweil hinter sein Bauamt. „Die Wohnbaufläche ist geschrumpft aus Gründen, die wir als Stadt nicht beeinflussen können“, sagt er. „Wir wollen dort ein vernünftiges Wohngebiet haben.“ Es liege „überhaupt nicht im Interesse der Stadt“, die dafür zur Verfügung stehende Fläche mit Absicht zu verkleinern. jcp

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