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Am Kreisel scheiden sich die Geister

Kreuzung Vornhäger/Lauenhäger Straße Am Kreisel scheiden sich die Geister

Die Meinungen gehen auseinander: Uneinheitlich sind die Ansichten der Stadthäger Fraktionschefs, was den Umbau der Kreuzung Vornhäger Straße/Lauenhäger Straße angeht.

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Einen Kreisel stellen sich die Fraktionschefs an der Kreuzung Lauenhäger Straße/Vornhäger Straße vor.

Quelle: RG

STADTHAGEN. Für die geplante Umgestaltung des Knotenpunktes, an dem vor einigen Monaten ein siebenjähriges Mädchen tödlich verunglückt war, hatte die Verwaltung vor der Sommerpause informell drei Varianten vorgelegt (wir berichteten): Einen großen Kreisel (wie an der Amtspforte für 370000 Euro), einen kleinen Kreisel (mit gepflasterter Mitte für 260000 Euro) und eine Abbiegespur über das Grundstück der heutigen Moschee ebenfalls für 260000 Euro. Offiziell will die Verwaltung in der Bauausschusssitzung am 25. August die Varianten per Tischvorlage in den Beratungsgang der Fraktionen geben.

Im Führungszirkel der SPD-Fraktion werde auf jeden Fall schon jetzt eine Kreisellösung bevorzugt, berichtet deren Vorsitzender Jan-Philipp Beck. Er persönlich plädiere für einen großen Kreisel: „Der ist am sichersten.“ Außerdem habe sich das Modell in Stadthagen bereits bewährt, so an der Amtspforte und vor dem Kinocenter. Wichtig findet Beck, den Behindertenbeirat mit in den Entscheidungsprozess einzubeziehen.

Keine Grünpflege bei kleinem Kreisel

Der Sprecher der CDU-Fraktion, Heiko Tadge, würde vor allem aus Kostengründen einen kleinen Kreisel bevorzugen. „Bei einem solchen, in der Mitte gepflasterten Kreisel fällt auch keine Grünpflege wie beim großen Kreisel an, was doch auf Dauer einen ziemlichen Aufwand verursacht“, argumentiert er. Denn die Grünpflege sei in Stadthagen wegen der begrenzten Ressourcen „ein Riesenproblem“. Insofern solle man lieber nicht das Risiko eingehen, „einen neuen Schandfleck zu schaffen“. Die kleine Lösung sei „genauso sicher und funktionsfähig wie der große Kreisel“, stellt Tadge heraus.

Noch unentschlossen ist die grüne Fraktionschefin Maria Börger-Sukstorf. „Am sichersten ist bestimmt ein großer Kreisel, aber ich halte auch eine kleine Lösung für denkbar, da das Verkehrsaufkommen dort nicht so sehr hoch ist“. Ob die kostengünstigere kleine Lösung an dieser Stelle auch sicher genug sei, „dass müssen Experten beurteilen, die wir hinzuziehen sollten“.

Moschee-Abriss als Voraussetzung für bessere Sicht

Inhaltlich für einen großen Kreisel spricht sich FDP-Ratsherr Lothar Biege aus. „Wir können damit die Eingangssituation aufwerten und die Kreuzung zu einer Visitenkarte für die Stadt machen“. Bei der jetzigen Finanzlage sei es aber vernünftiger, die kleine Lösung zu wählen, fügt der Liberale hinzu. Wichtig für die Sicherheit sei es, „das Gebäude der früheren Moschee so schnell wie möglich abzureißen“.

Eine abweichende Auffassung vertritt WIR-Fraktionssprecher Richard Wilmers. „Ich kann nicht nachvollziehen, wieso eine teuere Kreisel-Lösung nötig ist.“ Durch die seit einigen Wochen geänderte Ampelschaltung sei „das Unfallrisiko sehr stark reduziert“. Seiner Ansicht nach könne es bei einer Kreuzung bleiben. Voraussetzung sei wegen der besseren Sicht selbstverständlich der Abriss der Moschee. ssr

factbox

Moschee-Kauf „in absehbarer Zeit“

Für sämtliche Varianten ist der Abriss des Gebäudes der früheren Moschee erforderlich. Was den dafür benötigten Kauf dieses Hauses durch die Stadt angeht, wird nach Auskunft von Theiß für September das Verkehrswertgutachten erwartet. Danach sollen sofort die Kaufverhandlungen mit der Türkisch-Islamischen Gemeinde beginnen. Diese hat ihre Verkaufsbereitschaft bereits signalisiert. „Es geht also im Grunde nur noch um den Preis, ich rechne mit einem Kauf in absehbarer Zeit“, sagt Theiß.  ssr

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