Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
An elf Stellen gleichzeitig im Einsatz

Stadthagen / Feuerwehreinsätze An elf Stellen gleichzeitig im Einsatz

Das Unwetter am Freitagabend hat Feuerwehrkräfte in Stadthagen zu einem außergewöhnlichen Großeinsatz gezwungen. Zeitweise waren nach Angaben von Ortsbrandmeister Rainer Pflugradt Aktivitäten an elf Einsatzstellen gleichzeitig erforderlich.

Voriger Artikel
Drinnen dröhnt es – draußen tönt es
Nächster Artikel
Karossen im Leistungstest

Insgesamt kamen mehr als 110 Feuerwehrmänner am Freitag zum Einsatz.

Quelle: rg

Stadthagen. Insgesamt waren an den Rettungseinsätzen mehr als 110 Feuerwehrleute der Ortswehren Stadthagen, Wendthagen, Enzen und Bückeburg beteiligt.

Der erste Alarm, der sich auf einen vollgelaufenen Keller bezog, wurde um 18.48 gemeldet – eine knappe halbe Stunde nach Beginn der starken Gewitter. Dann ging es Schlag auf Schlag. Beendet waren die Einsätze erst gegen ein Uhr in der Nacht.

Am schlimmsten getroffen hatte es, wie berichtet, ein Einfamilienhaus an der Habichhorster Straße. Dort war ein Blitz in den Dachstuhl des Anbaus eingeschlagen und hatte ein Feuer ausgelöst.
Wie Stadtbrandmeister Rolf Bruns berichtete, griffen die Flammen blitzschnell auf den Dachstuhl des Hauptgebäudes über. Die Feuerwehr konnte den Brand mithilfe von einer Hub-rettungsbühne und der aus Bückeburg angeforderter Drehleiter löschen. Dabei konnte aber nicht verhindert werden, dass der gesamte Dachstuhl abbrannte.

Durch einstürzende Decken wurde das Obergeschoss, durch Wasserschaden auch die Wohnung im Erdgeschoss unbewohnbar. Die Hausbewohner, die das Gebäude alle rechtzeitig unverletzt verlassen konnten fanden bei Verwandten Unterschlupf. Die Schadenshöhe konnte Bruns am Sonntag noch nicht beziffern.

Bei dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann durch einen herabfallenden Dachziegel am Oberarm verletzt. Nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus konnte das Opfer rasch wieder entlassen werden.
Wie Einsatzleiter Pflugradt erläuterte, war der erste Einsatzwagen sehr schnell bei dem Brand, weil das Fahrzeug gerade in der Nähe auf dem Weg zum ersten gemeldeten vollgelaufenen Keller war. Zu diesem wurden dann andere Einsatzkräfte beordert.

In rascher Folge kamen Notrufe von Besitzern von acht weiteren unter Wasser gesetzten Kellern. Drei davon waren an der Hedwigstraße, zwei an der Enzer Straße, einer an der Hüttenstraße, weitere betrafen das Archiv des Ratsgymnasiums und das Job-Center. Zudem drohte zeitweise der Krumme Bach in der Weststadt überzulaufen.

Zu allem Überfluss wurde am frühen Abend noch ein weiterer Blitzeinschlag in einem Haus an der Emil-Biegel-Straße gemeldet. Allerdings handelte es sich nach den Worten von Pflugradt um einen „kalten Schlag“, der keinen Brand auslöste. Einsatzkräfte stellten mit einer Wärmebildkamera sicher, dass im Innern kein verstrecktes Brandnest lauerte.

Von Stefan Rothe

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg