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Stadthagen Stadt An elf Stellen gleichzeitig im Einsatz
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt An elf Stellen gleichzeitig im Einsatz
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00:28 24.09.2014
Insgesamt kamen mehr als 110 Feuerwehrmänner am Freitag zum Einsatz. Quelle: rg
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Stadthagen

Insgesamt waren an den Rettungseinsätzen mehr als 110 Feuerwehrleute der Ortswehren Stadthagen, Wendthagen, Enzen und Bückeburg beteiligt.

Der erste Alarm, der sich auf einen vollgelaufenen Keller bezog, wurde um 18.48 gemeldet – eine knappe halbe Stunde nach Beginn der starken Gewitter. Dann ging es Schlag auf Schlag. Beendet waren die Einsätze erst gegen ein Uhr in der Nacht.

Am schlimmsten getroffen hatte es, wie berichtet, ein Einfamilienhaus an der Habichhorster Straße. Dort war ein Blitz in den Dachstuhl des Anbaus eingeschlagen und hatte ein Feuer ausgelöst.
Wie Stadtbrandmeister Rolf Bruns berichtete, griffen die Flammen blitzschnell auf den Dachstuhl des Hauptgebäudes über. Die Feuerwehr konnte den Brand mithilfe von einer Hub-rettungsbühne und der aus Bückeburg angeforderter Drehleiter löschen. Dabei konnte aber nicht verhindert werden, dass der gesamte Dachstuhl abbrannte.

Durch einstürzende Decken wurde das Obergeschoss, durch Wasserschaden auch die Wohnung im Erdgeschoss unbewohnbar. Die Hausbewohner, die das Gebäude alle rechtzeitig unverletzt verlassen konnten fanden bei Verwandten Unterschlupf. Die Schadenshöhe konnte Bruns am Sonntag noch nicht beziffern.

Bei dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann durch einen herabfallenden Dachziegel am Oberarm verletzt. Nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus konnte das Opfer rasch wieder entlassen werden.
Wie Einsatzleiter Pflugradt erläuterte, war der erste Einsatzwagen sehr schnell bei dem Brand, weil das Fahrzeug gerade in der Nähe auf dem Weg zum ersten gemeldeten vollgelaufenen Keller war. Zu diesem wurden dann andere Einsatzkräfte beordert.

In rascher Folge kamen Notrufe von Besitzern von acht weiteren unter Wasser gesetzten Kellern. Drei davon waren an der Hedwigstraße, zwei an der Enzer Straße, einer an der Hüttenstraße, weitere betrafen das Archiv des Ratsgymnasiums und das Job-Center. Zudem drohte zeitweise der Krumme Bach in der Weststadt überzulaufen.

Zu allem Überfluss wurde am frühen Abend noch ein weiterer Blitzeinschlag in einem Haus an der Emil-Biegel-Straße gemeldet. Allerdings handelte es sich nach den Worten von Pflugradt um einen „kalten Schlag“, der keinen Brand auslöste. Einsatzkräfte stellten mit einer Wärmebildkamera sicher, dass im Innern kein verstrecktes Brandnest lauerte.

Von Stefan Rothe

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