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„Andere Entwicklung“ erwünscht

Spielhalle am Hellweg „Andere Entwicklung“ erwünscht

Das Voranschreiten der Pläne für eine Kombination aus Tanzschule und Spielhalle am Helweg spaltet die Stadthäger Politik. Die Wählerinitiative WIR protestiert, CDU und SPD sehen die Entwicklung eher gelassen.

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Die geplante Spielhalle am Helweg spaltet die Gemüter der hiesigen Politiker.

Quelle: JCP

Stadthagen. WIR geht in einer schriftlichen Stellungnahme wegen gleich mehrerer Punkte auf die Barrikaden: die Spielhalle sei klar gegen den Willen der Bevölkerung, die Tanzschule möglicherweise nur ein Alibi, um günstig an ein städtisches Grundstück für den Bau einer Spielothek zu kommen – und zu guter Letzt wäre WIR zufolge auch die SPD gegen das Projekt, wäre nicht Unternehmer Mahmut Tarak gleichzeitig Sozialdemokrat.

Tarak will wie berichtet am Helweg eine Tanzschule ansiedeln, die dafür aus einem Stadthäger Ortsteil wegzieht. Da die Tanzschule allein laut Tarak nicht auskömmlich ist, sollen Spielautomaten mögliche Löcher stopfen.

Auch die CDU hätte sich mit Bezug auf diese Automaten „eine andere Entwicklung“ gewünscht, erklärt der Fraktionsvorsitzende Heiko Tadge. Die Christdemokraten seien grundsätzlich „nicht begeistert“ über weitere Spielhallen, wenn es sich hier auch nicht um die Altstadt handelt, in der sich solche Einrichtungen dicht an dicht tummeln.

Guter Standort für Tanzschüler

Allerdings sei Taraks Vorhaben, am Helweg die Tanzschule einzuquartieren, ausdrücklich zu begrüßen, so Tadge. Deren Kunden kämen zumeist aus der Kernstadt und müssten dann nicht mehr den Weg in einen Ortsteil auf sich nehmen.

Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Jan-Philipp Beck sagt: Es war „richtig und wichtig“, mit Taraks Konzept die Tanzschule in Stadthagen zu halten. Die Spielautomaten seien „die Kröte, die man schlucken muss“.

Beck verteidigt die Entscheidung des Verwaltungsausschusses, das Konzept zu genehmigen. Schließlich sehe dasselbe auch auf die Quadratmeterzahl bezogen vor, der Tanzschule klar die Hauptnutzung einzuräumen.

Außerdem hat Beck nach eigenen Angaben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich eine „alternative Zweitnutzung“ ergibt, um damit die Tanzschule gegenzufinanzieren. Tarak hatte nach dem Ärger um die Spielhalle bekannt gegeben, das Aufstellen von Automaten sei „nur eine erste Idee“ gewesen. jcp

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