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Stadthagen Stadt Angst vor Beben
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Angst vor Beben
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00:16 06.02.2017
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„Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, frühzeitig informiert zu werden,“ erklärt WIR-Ratsmitglied Jürgen Burdorf die Beweggründe seiner Fraktion. „Welche Risiken kommen auf die Bevölkerung zu, wenn über einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren mehrere 100 Millionen Kubikmeter Gas gefördert werden?“, fragt Burdorf. „Und zwar auch im Untergrund von Stadthagen?“

Die Firma Lauenhagen Gas hat beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie die Genehmigung für eine Probebohrung in Lüdersfeld beantragt. Bei Erfolg will das Unternehmen anschließend auch aus anderen Lagerstätten Gas fördern. Besagte Stätten reichen laut der WIR möglicherweise bis unter das Stadtgebiet.

Weiterhin erklärt Burdorf, die Gasförderung habe in Deutschland bereits zu Erdbeben und Schäden an Gebäuden geführt. Der Niedersächsische Erdbebendienst habe zusammen mit der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe erst vor ein paar Tagen festgestellt, dass das bei Verden festgestellte Erdbeben aus dem April 2016 „sehr wahrscheinlich auf die Erdgasförderung (...) zurückzuführen“ sei, wie Burdorf eine entsprechende Vorlage zitiert.

Richard Wilmers: Vorgehen dagegen eventuell prüfen

Ziel der Informationsveranstaltung wäre es nach Angaben des WIR-Fraktionsvorsitzenden Richard Wilmers zu erfahren, „ob und gegebenenfalls mit welchen Risiken die beabsichtigte Gasförderung verbunden ist“. Wilmers: „In einem zweiten Schritt wäre dann zu entscheiden, ob und wie die Stadt, gegebenenfalls gemeinsam mit anderen Kommunen, gegen die Erdgasförderung vorgehen soll und kann.“ 

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