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Anlaufstelle für Fragen zu Legasthenie und Dyskalkulie

Stadthagen / Beratungsangebot für Eltern Anlaufstelle für Fragen zu Legasthenie und Dyskalkulie

Ein neuer Treffpunkt in der „Alten Polizei“ soll Eltern von Kindern mit Lese-, Rechtschreib- oder Rechenschwäche die Möglichkeit bieten, sich rund um Legasthenie und Dyskalkulie zu informieren und sich mit anderen betroffenen Eltern darüber auszutauschen. Als Ansprechpartner steht Jens Christian Möller (63) aus Helpsen jeden zweiten Donnerstag im Monat von 19.30 Uhr bis 21 Uhr im Kulturzentrum zur Verfügung.

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Legasthenie oder Dyskalkulie sagt nichts über die Intelligenz aus.

Quelle: dpa

Stadthagen (kil). Legasthenie (Lese- und Rechtschreibschwäche), Dyskalkulie (Rechenschwäche): Was ist das überhaupt? Wo kann ich mich beraten lassen? Was für Lerntherapien sind nötig und möglich? Und welche finanzielle Unterstützung kann ich für eine Therapie bekommen? Diese Fragen zu beantworten, sei das Ziel des neuen, kostenlosen und unverbindlichen Angebots, erklärt Möller.
Wie die Idee entstanden ist: Möller hat in Hannover bei einer Beratungsstelle für Legasthenie und Dyskalkulie gearbeitet, wo er eine Vielzahl von betroffenen Kindern erlebt habe. In Schaumburg sei er darauf angesprochen worden, ob es auch hier entsprechende Angebote gebe – das war der Anstoß für Möller, Eltern eine erste Anlaufstelle zu geben.
Wenn es bei betroffenen Kindern durch die Störung zu seelischen Belastungen kommt, können Eltern eine Eingliederungshilfe beim Landkreis – etwa die Finanzierung einer Lerntherapie – beantragen. Ob eine Störung vorliegt, könne ein Facharzt für Kinder- und Jugendtherapie feststellen.
Was ganz falsch sei: „Immer wieder zu sagen, ,Du musst mehr üben‘, bringt nichts und ist kontraproduktiv“, sagt Möller. Auch Nachhilfe sei nicht die Lösung. Vielmehr müsse man im Einzelfall gucken „Was steckt dahinter?“, um dann zielgerichtet dagegen vorzugehen.
Möller ist auch telefonisch, 0177-2478359, ansprechbar.

Mögliche Anzeichen

  • Geringe Leistungen im Schreiben, Lesen oder Rechnen.
  • Nicht erklärbarer Verlust am Lernen oder Motivationsverlust.
  • Schulunlust
  • Schulängste, die sich zum Beispiel auch durch „Schul-Bauchschmerzen“ ohne medizinische Erklärung äußern können.
  • Selbstunsicherheit bei den Kindern.
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