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Anreize für neue Hausärzte

Medizinische Versorgung Anreize für neue Hausärzte

Gemeinsam mit den Nachbarkommunen will Stadthagen gegen den hiesigen Hausärztemangel vorgehen. Auf Anregung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) ist deswegen die „Initiative für Hausärzte in Schaumburg“ ins Leben gerufen worden.

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Mit den Stethoskop unterwegs: In Stadthagen und Umland mangelt es an Hausärzten.

Quelle: RG

Stadthagen. Im so genannten „Planbereich Stadthagen“ der KVN, zu dem neben der Kreisstadt die Samtgemeinden Sachsenhagen, Niedernwöhren, Nienstädt und Lindhorst sowie die Stadt Obernkirchen und das Auetal gehören, fehlen laut KVN-Statistik aktuell bereits zehn Hausärzte. Zudem werden viele der hier aktiven Allgemeinmediziner in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen. Schon jetzt seien die hiesigen Hausärzte „an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt“, wie der Stadthäger Allgemeinmediziner Ulrich Melz feststellt: „Daher können vielfach keine neuen Patienten mehr aufgenommen werden.“

Die KVN gewährt nach den Worten ihres Geschäftsführers Bernhard Specker daher im Rahmen der Initiative finanzielle Anreize: Für zwei Hausarztniederlassungen im Planbereich Stadthagen steht ein Gründungszuschuss von je 60.000 Euro zur Verfügung. Außerdem können zwei niederlassungswillige Hausärzte eine Umsatzgarantie für die ersten beiden Jahre erhalten. In beiden Fällen gilt nach den Worten Speckers: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“

Die Kommunen wollen nach Darstellung des Stadthäger Bürgermeisters Oliver Theiß in Kooperation mit der KVN weitere Anreize entwickeln: „Fördermöglichkeiten aus dem Bereich der regionalen Wirtschaftsförderung werden derzeit geprüft.“ Zudem „werden wir uns aktiv werbend an Medizinstudenten sowie an junge Ärzte in der Weiterbildung wenden, die in unserer Region geboren und aufgewachsen sind“, so Theiß.

In diesem Sinne bilden die genannten Kommunen nach Darstellung des Lindhorster Samtgemeindebürgermeisters Andreas Günther ein Netzwerk für die Initiative. So soll beispielsweise die Beratung und Unterstützung von potenziell ansiedlungswilligen Hausärzten optimiert werden. „Da können wir gemeinsam sicher so manche spezielle Service-Dienstleistung anbieten“, ergänzt Obernkirchens Verwaltungschef Oliver Schäfer. „Wir wollen uns gegenseitig zuarbeiten und uns beim Anwerben junger Hausärzte keine Konkurrenz machen“, betont Günther.

Zudem gilt es nach den Worten von Theiß, gegenüber interessierten Hausärzten „die lebenswerten Vorzüge unserer Städte und Gemeinden noch klarer in den Vordergrund zu rücken“. Dazu gehöre zum Beispiel, dass Bauland deutlich kostengünstiger sei als in Hannover und dessen direktem Umland oder die vorhandene Infrastruktur für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

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