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Anschläge: Stadthäger in Brüssel

Ehepaar in Hotel untergebracht Anschläge: Stadthäger in Brüssel

Ein 43-jähriger Lehrer aus Stadthagen ist gestern gegen 8 Uhr – der ungefähre Zeitpunkt der beiden Bombenexplosionen im Flughafengebäude – mit seiner Frau in Brüssel gelandet. Sie waren auf der Durchreise nach Lissabon, wo sie einen Kurzurlaub verbringen wollten. „Zunächst war alles unklar, das Telefonnetz brach wohl völlig zusammen“, berichtet die Mutter des Lehrers.

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Quelle: pr.

Stadthagen/Brüssel. Sie habe dem Sohn dann per SMS mitgeteilt, was passiert war. Soweit das zu dem Zeitpunkt möglich war – selbst habe sie wie wohl so viele nach und nach aus dem Fernsehen erfahren, was passiert sein musste. „Den ganzen Tag über sollen nur sehr spärlich Informationen durchgedrungen sein“, hat ihr Sohn der Stadthägerin zufolge berichtet. „Wir hatten wirklich Angst.“ Kurz vor Mittag habe man die Menschen aus dem Flughafenbus – darunter der Stadthäger Lehrer und seine Frau – in eine Turnhalle gebracht, und schließlich, später am Abend, in ein Hotel.

Gestern Abend war die Situation weiterhin unklar. Zuerst habe man dem Schaumburger Paar gesagt, heute morgen um 6 Uhr gehe es weiter. Dieser Termin wurde aber schnell verschoben. Aus Behördenkreisen hatte im Laufe des Tages verlautet, dass der Flugbetrieb am Mittwoch unter Umständen noch nicht wieder aufgenommen würde. „Ich werde heute Nacht nicht gut schlafen“, war sich die in Stadhagen zurückgebliebene Mutter gestern Abend sicher.

Balz äußert seine Besorgnis

Burkhard Balz befand sich gerade im Gespräch mit Danièle Nouy, Chefin der europäischen Bankenaufsicht, als er die Nachrichten von den Explosionen am Brüsseler Flughafen auf sein Handy bekam. Als er erkannt habe, dass sich das Ganze außerhalb des Sicherheitsbereichs abspielt, habe er sich sofort große Sorgen gemacht. Der Christdemokrat Balz, seit 2014 Koordinator der EVP-Fraktion im Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlamentes, befand sich für Sitzungen seit morgens um 7.30 Uhr im Parlamentsgebäude. Das sei sofort abgeriegelt und die Sicherheitsstufe erhöht worden.

„Von meinem Büro im 15. Stock des Gebäudes kann ich den leeren Place Luxembourg sehen“, sagt der Stadthäger. „Der ist normalerweise bevölkert, während der Mittagszeit sind hier viele Menschen, die etwas essen. Er macht deutlich, wie sehr die Anschläge die Stadt mitten ins Herz getroffen haben.“ Die Abgeordneten seien aufgefordert worden, soweit möglich, im Gebäude zu bleiben. Er selbst wollte erst gegen Abend in sein Hotel zurückkehren. „Es ist ein sehr bedrückendes, ein sehr beunruhigendes Gefühl“, sagt der Stadthäger. „Nach den Anschlägen in Paris ein weiterer nach so kurzer Zeit – das ist schrecklich.“

Anfragen aus der Heimat

Balz’ Familie befindet sich nicht in Brüssel. Natürlich habe sie sich sofort bei ihm gemeldet, wollte wissen, ob es ihm gut geht. Aber nicht nur die Familie hat sich Sorgen gemacht: Die Anfragen aus der Heimat, wie es ihm geht, seien gestern Morgen im Sekundentakt gekommen. Um die Menschen zu beruhigen, habe er schließlich auf Facebook gepostet – und seine Anteilnahme für die Opfer und deren Familien ausgedrückt.  jcp/doro

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