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Anwohner besorgt wegen Ahrens-Ansiedlung

Politiker fordern Überwachungsdruck Anwohner besorgt wegen Ahrens-Ansiedlung

Die Ansiedlung des Stadthäger Abfallbehandlungsbetriebes Ahrens im Industriegebiet Lahde erhitzt die Gemüter.

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Quelle: Archiv/rg

Stadthagen/Lahde. Eine Öffentlichkeitsbeteiligung in der Sache soll in absehbarer Zeit erfolgen. Anwohnerin Sandra Möhlenbroch bedauert es, dass die Stadtverwaltung auf eine vorgezogene Bürgerbeteiligung verzichtet habe.
Immer noch sei von einer Planung die Rede, die Firma sei mit dem Bauvorhaben jedoch längst gestartet. „Wir wollen unsere Kinder gesund aufwachsen sehen“, appelliert sie an die Verantwortlichen.
Wie berichtet, hat die Firma Ahrens vor, im Industriegebiet in erster Linie Gleisschotter zu lagern, und der sei nun mal hoch kontaminiert, sagt Bürgermeister Dieter Blume. Das gereinigte Material solle eine Zeit auf dem Gelände verbleiben und später herunter gebrochen werden. Das belastete Wasser werde aufgefangen.

Für Abgabe einer Stellungnahme

Zu Beginn habe es einige Zusagen an die Stadt gegeben, diese seien mit dem Hinweis, wenn es betriebswirtschaftlich möglich ist, zurückgenommen worden. „Damit waren wir nicht einverstanden“, so der Bürgermeister.
Nach einer kontroversen Debatte stimmte die Mehrheit der Ausschussmitglieder für die Abgabe einer Stellungnahme der Verwaltung an die Bezirksregierung. Der jetzt zusammen gekommene Ausschuss schloss sich mehrheitlich dem Antrag der Christdemokraten an, die den Schutz der Umwelt und der Anwohner der Genehmigungsbehörde in Detmold verdeutlichen wollten (wir berichteten).
Dabei geht es um folgende Punkte: Die Zuwegung des Betriebsgeländes soll über die Straße „An der Wandlung“ erfolgen, Lager- und Behandlungsbereiche für gefährliche und nicht gefährliche Abfälle sowie die Verkehrsflächen sollen wasserundurchlässig versiegelt werden, die Wetterschutzhalle soll vollständig geschlossen bleiben und Wege staubfrei gehalten werden. Das alles kann nur eine empfehlende Stellungnahme der Stadt sein, das letzte Wort in der Sache hat die Bezirksregierung.

Frage nach der Zuverlässigkeit

Uneinig war sich das Gremium mit Blick auf die Zuverlässigkeit der Stadthäger Firma. Die einen wollten, dass die Stadt Überwachungsdruck ausübt, da Ahrens kein zuverlässiger Betrieb sei. Dabei führten die Politiker Erfahrungen an, die die Bürgerinitiative in Stadthagen mit dem Unternehmen gemacht hat. Die Gegenseite hatte jedoch keinen Zweifel daran, dass sich die Firma rechtlich richtig verhält.
Der Haken stecke im Detail, merkte ein Politiker zum Thema Lagerung an; die Höchstmenge sei mit 600 000 Tonnen angegeben. Er hatte eine durchschnittliche Belastung von 85 Lastwagenfahrten am Tag errechnet, das bedeute für den Verkehr vor Ort „keine Kleinigkeit“.
Am 29. September steht das Thema erneut auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses um 15 Uhr im Lahder Rathaus. mt

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