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Appell an die Vernunft

Ampelsystem bewährt sich Appell an die Vernunft

Die nach dem tödlichen Unfall eines siebenjährigen Mädchens eingerichtete Grünphase für Radfahrer an der Kreuzung Vornhäger Straße/Lauenhäger Straße hat sich aus Sicht der Verkehrsbehörde in Hameln bewährt. Dennoch kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen, weil sich Radfahrer nicht an die Verkehrsregeln halten.

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An der Kreuzung Lauenhäger Straße/Vornhäger Straße müssen sich Radler auf der Straße an die Ampelschaltung der Autos halten.

Quelle: rg

Stadthagen. Zeitgleich mit der Einrichtung der Extra-Grünphase hatte die Verkehrsbehörde die Benutzungspflicht des Geh- und Radweges für Radfahrer auf der Vornhäger Straße aus Richtung Ostring bis zur Lauenhäger Straße aufgehoben. Seitdem gilt: Kinder bis zu acht Jahren müssen den Gehweg benutzen, geübte Radler können auch auf der Fahrbahn fahren. Für diese Radfahrer gilt dann dieselbe Ampelschaltung wie für motorisierte Fahrzeuge.

Nach Beobachtungen der Polizei kommt es an der Kreuzung aber immer wieder vor, dass Radfahrer auf dem Gehweg fahren, dann aber doch die Grünphase der Autofahrer nutzen, anstatt die Grünphase für den Gehweg anzufordern.

„Wer auf dem Bürgersteig unterwegs ist, muss sich an die Lichtzeichen für den Bürgersteig halten“, betont Axel Bergmann, Sprecher der Polizei Stadthagen. „Man macht es dem Autofahrer sonst schwer, richtig zu reagieren.“ Mehr als an die Radfahrer appellieren könne die Polizei allerdings nicht. „Sonst müssten wir an jede Kreuzung einen Schutzmann stellen“, scherzt er.

Fehlverhalten auch bei den Autofahrern

Gleichzeitig beobachten die Beamten regelmäßiges Fehlverhalten auch aufseiten der Autofahrer. „ Es wird nicht immer gerne gesehen, wenn Radfahrer auf der Fahrbahn unterwegs sind. Einige Autofahrer reagieren mit Hupen und Handzeichen und fahren dicht vorbei“, berichtet der Sprecher aus eigener Erfahrung.

Auch die stellvertretende Leiterin der Landesverkehrsbehörde in Hameln, die für die Landesstraße zuständig ist, kann nach eigenen Angaben nur an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer appellieren. „Die Radfahrer sollten sich an die Verkehrsregeln halten“, betont Uta Weiner-Kohl.

Nach Ansicht von Iris Freimann, Stellvertreterin des Bürgermeisters, hat sich die Ampelschaltung als Übergangslösung bis zum Bau des geplanten Kreisels bewährt. „Sie bietet die größtmögliche Sicherheit für Radfahrer, weil die Begegnungen mit Autofahrern minimiert werden.“ Gleichzeitig müsse man darauf vertrauen, dass sich jeder an die Regelung hält. Freimann: „Alle Verkehrsteilnehmer sind gefordert, Rücksicht zu nehmen und sich aufmerksam zu verhalten. Nur dann schaffen wir es, Unfälle zu vermeiden.“ ber

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