Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadthagen Stadt Arzt geht baden
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Arzt geht baden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 17.09.2016
Trotz der Vorauszahlungen tat sich im Garten des Arztes lange Zeit nichts. Quelle: Symbolfoto
Anzeige
Landkreis/Stadthagen

Die Quittung hat der wiederholt vorbestrafte Betrüger jetzt bekommen: Wegen zweifachen Betrugs, einmal davon in einem besonders schweren Fall, verurteilte ihn das Schöffengericht in Stadthagen zu drei Jahren Haft. Richter Kai Oliver Stumpe sprach mit Blick auf das Opfer von einem „Vermögensverlust großen Ausmaßes“.

Zuvor hatte der Mediziner den Gartenbauer in einem Zivilprozess auf Rückzahlung verklagt und Recht bekommen. Den Titel kann sich der Kläger wahrscheinlich übers Bett hängen, weil bei dem Betrüger nichts zu holen ist. Der Mann gilt als mittellos. Zur Tatzeit lebte er von Krankengeld.

Schriftlicher Vertrag geschlossen

Dem Arzt gegenüber hatte sich der 53-Jährige dagegen als stiller Teilhaber einer großen Gartenbaufirma in Nordrhein-Westfalen ausgegeben. Der mündlichen Vereinbarung zwischen beiden Männern folgte später ein schriftlicher Vertrag. Für den gewünschten Schwimmteich erhielt der Gartenbauer in mehreren Tranchen per Blitzüberweisung insgesamt 89 270 Euro und 30 Cent, um genau zu sei.

Das Geld ließ sich der Betrüger stets auf das Konto seiner Lebensgefährtin überweisen, die angeblich als Buchhalterin für ihn arbeitete. „Dem Angeklagten wurde es sehr leicht gemacht“, stellt Richter Stumpe fest.

Im Garten tat sich zunächst nichts

Im Vertrag mit dem Arzt bestätigte der 53-Jährige sämtliche Zahlungen. Nur im Garten tat sich nichts. Als der Mediziner Druck machte, beauftragte der Gartenbauer einen Fachbetrieb, „um zu verschleiern, dass bisher nichts passiert war, den Arzt in Sicherheit zu wiegen und Zeit zu gewinnen“, so Stumpe. Die Firma rückte an, fällte Bäume, verrichtete Erdarbeiten – und verlangte über den Gartenbauer, der sich als Planer ausgab, eine Abschlagszahlung in Höhe von 35 000 Euro.

Weil das Geld nicht floss, zogen die Mitarbeiter wieder ab. Zurück blieb ein Garten, der eher an ein Schlachtfeld erinnerte. Die Tat zulasten der Firma wertete das Gericht als einfachen Betrug.
Wenn der Arzt gewusst hätte, mit wem er sich einlässt, wäre er vermutlich nicht auf das Angebot eingegangen: Das Vorstrafenregister des Betrügers umfasst ein Dutzend Einträge, die meisten sind einschlägiger Natur. Bewährung war deshalb kein Thema. Erst im Juni war der 53-Jähriger in anderer Sache aus der Haft entlassen worden.

Zeitraum der Taten ist 2012

Die Taten, um die es in Stadthagen ging, liegen schon länger zurück. Sie datieren aus dem Jahr 2012. Dies wirkte sich zugunsten des Angeklagten aus, bewahrte ihn jedoch nicht vor dem Gefängnis. Wegen der überlangen Verfahrensdauer gelten zwei Monate von den drei Jahren Haft bereits als verbüßt. Der Lebensgefährtin blieb die Anklagebank erspart. Ihr war offenbar verborgen geblieben, was wirklich lief.

Weil der Angeklagte Berufung eingelegt hat, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig geworden. In zweiter Instanz wird vor dem Landgericht in Bückeburg verhandelt.  ly

Stadthagen Stadt Stadthäger Millionen-Projekt auf nächstes Jahr verschoben - Faurecia: Neubau verzögert sich

Der Start lässt länger auf sich warten als ursprünglich gedacht: Der für 35 Millionen Euro geplante Neubau des Autositzherstellers Faurecia an der Industriestraße wird nun doch erst im kommenden Jahr begonnen. Entsprechende SN-Informationen hat ein Unternehmenssprecher gestern bestätigt.

16.09.2016

Seit Anfang Dezember 2015 nimmt das Ratsgymnasium an der Aktion „Schönes Stadthagen“ teil. Die Aufgabe der Schüler: in einem klar umrissenen Areal auf freiwilliger Basis Müll und Unrat einsammeln.Dafür gab es nun eine Belohnung vom Bürgermeister.

16.09.2016

Die Karten im Rat der Stadt Stadthagen sind neu gemischt. Obwohl die Fraktionen von SPD und Grünen nach der finalen Stimmenauszählung in der Nacht zu Montag auf 16 statt, wie berichtet, auf 15 Ratsmandate kommen, können weder Sozialdemokraten noch Grüne am historischen Ergebnis der Kommunalwahl rütteln: Die rot-grüne Mehrheit ist Vergangenheit.

16.09.2016
Anzeige