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Asphalt-Werk: Dampf drückt Gerüche nieder

Schutzmaßnahme kostet 50.000 Euro Asphalt-Werk: Dampf drückt Gerüche nieder

Künftig soll es weniger stinken: Das Asphalt-Mischwerk am Georgschacht hat am Dienstag die Einhausung der Verlade-Rampe seiner Mischanlage in Betrieb genommen. Dafür hat die Betreiberfirma Ahrens rund 50.000 Euro investiert – ohne Auflagen und freiwillig, wie Geschäftsführer Karsten Klein betonte.

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Die Verladerampe der Asphalt-Mischanlage ist fast komplett von Seitenwänden umhüllt. 

Quelle: rg

Stadthagen. Nach Angaben von Geschäftsführer Karsten Klein wird der bisherige Geruchsausstoß der Mischanlage, der ohnehin unterhalb der zulässigen Grenzwerte liege, dadurch um weitere 70 Prozent reduziert. „Wir haben das Geld gerne investiert, um diesen Effekt zu erzielen“, tat Klein kund und fügte hinzu: „Nun haben wir das Maximum an Schutz erreicht, mehr geht nicht. Jetzt dürfte die Bürgerinitiative auch nicht mehr meckern.“

 „Hier ist etwas Positives passiert“, stellte Bürgermeister Oliver Theiß bei der Inbetriebnahme fest: „Man muss anerkennen, wenn die Firma freiwillig etwas im Interesse der Bürger tut.“ Selbst wenn sie keine hundertprozentige Reduzierung darstelle, sei die Einhausung ein Fortschritt. Man werde über das Geruchskataster der Bürgerinitiative „Bürgerprotest Asphalt-Mischwerk Stadthagen“ verfolgen, wie sich die Innovation auswirkt, kündigte Theiß an.

 Die Verladerampe der Mischanlage ist nun an den beiden Längsseiten durch Wände eingehaust. Die Schmalseiten, die zur Ein- und Ausfahrt der Lastwagen dienen, müssen aber offen bleiben, erläuterte Klein. Denn es wäre unzumutbar, die Lastwagenfahrer, die den Beladevorgang in der Laderampe steuern müssen, den Gerüchen in einem geschlossenen Raum auszusetzen.

Boom in der Straßenbau-Branche

Doch an den Öffnungen greift eine zweite Schutzmaßnahme. Durch Düsen oberhalb der Zugänge drücken leistungsstarke Kompressoren Dampf nach unten. „Durch diese winzigen Wassertröpfchen wird ein großer Teil der Gerüche niedergeschlagen und landet in Wasser gebunden im unmittelbaren Umfeld auf dem Boden“, beschrieb Klein den Vorgang. Das Wasser gelangt in Auffangbecken, die regelmäßig auf Schadstoffe hin untersucht werden, so Klein. Anschließend werde es in ein großes Regenrückhaltebecken geleitet.

 Nach Darstellung von Klein befindet sich die Straßenbau-Branche derzeit „in einem starken Boom“. Das Asphalt-Mischwerk habe daher „richtig gut zu tun“. Diese Entwicklung werde wohl mindestens noch weitere fünf Jahre anhalten, prognostiziert der Geschäftsführer. „Wir wachsen weiter“, berichtete er.

 So habe die Firma Ahrens in den letzten Wochen sechs neue Mitarbeiter eingestellt. Am Standort Stadthagen seien damit mittlerweile 60 Beschäftigte angestellt. Insgesamt verfüge Ahrens über einen Mitarbeiterstab von 150 Personen. Zudem habe Ahrens jüngst die Sand- und Kiesgrube der Firma Primabau (Bad Münder) übernommen. Damit wolle man sich strategisch zusätzlich Richtung Hameln ausrichten. Das Absatzgebiet des hiesigen Asphalt-Mischwerks umfasse einen Radius „von 30 bis 40 Kilometern“, berichtete Klein. ssr

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