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Attraktiver Wohnraum statt maroder Häuser

Stadthagen / Wettbewerb Attraktiver Wohnraum statt maroder Häuser

Noch sind die vier stadteigenen historischen Häuser an der Krummen Straße nicht bewohnbar. Das soll sich aber ändern: „Attraktiven Wohnraum“ möchte die Stadtverwaltung dort schaffen. Wie das genau aussehen kann, soll in dem zurzeit laufenden Planungswettbewerb ermittelt werden.

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Eine Jury bestimmt, welcher Entwurf aus dem Planungswettbewerb der beste Vorschlag für die Sanierung der vier Grundstücke zwischen der Krummen Straße und dem Nordwall (eingekreist) ist.

Quelle: rg

Stadthagen. Bis zum 5. Dezember können Architekten noch Konzepte für die Umgestaltung und Sanierung der vier Immobilien und Grundstücke einreichen. Eine von der Verwaltung in Absprache mit der Architektenkammer Niedersachen bestimmte Jury soll über den besten Entwurf entscheiden. Um die Meinung aller Fraktionen im Rat zu berücksichtigen, wurden zusätzlich zu den renommierten Preisrichtern Professor Berthold Burkhardt, Wolfgang-Michael Pax, Hansjochen Schwieger und Bauamtsleiter Gerd Hegemann auch Ute Steidel (SPD), Heiko Tadge (CDU) und Maria Börger-Sukstorf (Bündnis 90/Die Grünen) als Jurymitglieder ausgewählt. Vertreter von WIR und den Linken werden Hegemann zufolge als Ersatzrichter eingesetzt.

 Bei der Wohnungssuche dürften häufig Faktoren wie Innenstadtnähe und Bezahlbarkeit ausschlaggebend sein. Für die Gestaltung der etwa 15 Wohneinheiten, die auf einer Fläche von rund 1100 Quadratmetern zwischen der Krummen Straße und dem Nordwall entstehen sollen, gelten andere Kriterien, wie Bauamtsleiter Hegemann erklärt: Zum einen sollen die Gebäudegliederung und die Abmessungen der Häuser in der Altstadt in den Vorschlägen aufgegriffen werden. Zum anderen spiele auch die Wirtschaftlichkeit der Ideen eine Rolle. „Bei den Entwürfen sollte auch eine Kostenschätzung eingereicht werden, damit erkennbar ist, ob das eine tragfähige Lösung ist“, sagt der Verwaltungsmitarbeiter.

 Zudem würden die steilen Satteldächer der bereits vorhandenen Häuser bevorzugt werden. Abweichungen sind Hegemann zufolge zwar möglich, müssten aber besonders begründet werden. Gefordert ist außerdem „eine Mischung aus erhaltbarer Bausubstanz und Neubauten, die sich gut ergänzen“. Ein kompletter Neubau werde nicht angestrebt.

 Um Begegnungsverkehr auf der schmalen Straße zu ermöglichen, war auch das Versetzen der historischen Fassaden nach hinten zwischenzeitlich im Gespräch. Das sieht der Bauamtsleiter jedoch kritisch: „Entweder man möchte die Gebäude erhalten oder man setzt einzelne Gebäudeteile zurück.“ Er glaube aber nicht, dass dieses Vorhaben realistisch sei.

 Maximal 15 Teilnehmer sollen ihre Vorschläge einreichen dürfen. Mit der Architektengemeinschaft Antje Osterwold und Matthias Schmidt aus Weimar, dem Architekturbüro BJM Jäger & Messmann aus Hameln, der Projektentwicklungs- und Planungs-GmbH „Vision12“ aus Obernkirchen sowie Lohmann Architekten aus Rotenburg sind die ersten vier Teilnehmer gesetzt. Elf weitere sollen ausgelost werden.

 Preisgelder in Höhe von 8000 Euro sollen für den besten Entwurf, 4000 Euro für den zweitbesten, 2000 für den dritten Platz und 1500 für den vierten Platz ausgezahlt werden. Zusätzlich sei angedacht, 1500 Euro als Anerkennung für eine besonders gute Idee außer Konkurrenz zu vergeben. Das Ergebnis soll voraussichtlich im April nächsten Jahres bekannt gegeben werden. tbh

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