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Audi-Hangar wird Offroad-Center

Stadthagen Audi-Hangar wird Offroad-Center

Nach monatelangem Hin und Her hat Heinrich Wecke nun doch den Zuschlag für den Kauf des Audi-Hangars erhalten. Der Subaru-Händler will an dem Standort an der Vornhäger Straße auch SUV anderer Hersteller anbieten. Dabei stand es nach Aussage von Wecke zwischenzeitlich „Spitz auf Knopf“, ob das Unternehmen nach 88 Jahren der Heimatstadt den Rücken kehrt.

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Heinrich Wecke ist erleichtert, dass er den Zuschlag für den Audi-Hangar nun doch noch bekommen hat.

Quelle: rg

Stadthagen. Sichtlich erleichtert zeigten sich am Dienstag Bürgermeister Oliver Theiß und die Wirtschaftsförderer von Stadt und Landkreis, Lars Masurek und Ludwig Schätzl. Nach Angaben von Wecke ist es auch ihrem „unermüdlichen Einsatz“ zu verdanken, dass der Subaru-Händler die bereits sehr weit fortgeschrittenen Verhandlungen mit dem Eigentümer eines leerstehenden Autohauses in Minden abgebrochen hat, um doch noch in Stadthagen zu bleiben.

Bereits Anfang des Jahres verhandelt Wecke nach eigenen Angaben mit Sölter-Geschäftsführer Constantin Knabe über eine Übernahme des Audi-Hangars. Als jedoch die Insolvenz in Eigenverantwortung zu einem regulären Insolvenzverfahren wird, muss Knabe das Heft des Handelns aus der Hand geben, die Verhandlungen brechen ab.

In der Folge bleibt Wecke zunächst hartnäckig dran, gibt bei Insolvenzverwalterin Stefanie Zulauf das bis heute wohl einzige seriöse Angebot für den Hangar ab und sichert sich bei einer Auktion das Inventar des Autohauses. Doch die Gläubiger haben andere Preisvorstellungen, der Zuschlag für die Übernahme des Hangars lässt auf sich warten.

Im Juli verkauft Wecke den an der Oberen Wallstraße gelegenen Teil seines Grundstückes an den Bauunternehmer Sönke Gerdsen, der dort exklusive Eigentumswohnungen errichten will. Auch für den Bereich an der Oberntorstraße gibt es laut Wecke bereits einen Interessenten. Bis es zum Verkauf kommt, sollen die Gebäude abgerissen und Parkflächen geschaffen werden.

Nun unter Zugzwang, bringt Wecke die Verhandlungen über den Kauf des Mindener Autohauses bis kurz vor den Abschluss. Der Wegzug des 1927 gegründeten Traditionsunternehmens steht unmittelbar bevor.

Um das Horrorszenario doch noch zu verhindern, schalten sich Stadt und Landkreis ein. Schätzl bewilligt 42.300 Euro aus dem Förderprogramm „ProInvest“ des Landkreises. Theiß verdeutlicht in etlichen Telefongesprächen mit der Insolvenzverwalterin und dem zwischengeschalteten Maklerbüro Engel & Völkers, wie wichtig das Autohaus Wecke für Stadt und Region ist.

Insbesondere das Maklerbüro überzeugt die Gläubiger davon, dass deren Preisvorstellungen unrealistisch sind. Dann kommt Zug in die Sache: Im September werden die ersten Verträge mit den Gläubigern unterschrieben, die Einträge ins Grundbuchamt stehen ebenfalls kurz bevor, Anfang 2016 soll die Schlüsselübergabe den Wechsel von Audi zu Subaru dingfest machen.

Die Pläne von Wecke gehen allerdings über den Hangar hinaus: Hinter dem Grundstück der ebenfalls bereits besiegelten Ansiedlung eines Tüv-Süd-Standortes plant der Händler einen Offroad-Park mit Schlammloch und Wippe, auf dem seine Kunden die von ihm angebotenen SUV auf ihre Geländetauglichkeit testen können.

Zudem steht bereits fest, dass sich der Mitarbeiterstamm von zehn auf zwölf Angestellte erhöhen wird – eine Bedingung der Landkreisförderung ist die Schaffung von Arbeitsplätzen. Weitere Einstellungen sollen folgen, wenn sich das Autohaus am neuen Standort etabliert hat.

Wecke plant einen „schleichenden Einzug“, zunächst in den Hangar, dann sollen nach und nach die Ausstellungsflächen für die SUV und der Offroad-Park folgen. Die Eröffnungsfeier ist für März anvisiert. ber

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