Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Auf den letzten Drücker

Eheschließungen und Scheidungen 2015 Auf den letzten Drücker

Ganz in weiß mit Schleier oder im eleganten Kostüm: Auf dem Stadthäger Standesamt oder in einer Außenstelle haben sich im vergangenen Jahr 105 Paare trauen lassen - am liebsten an einem Sonnabendmorgen, gern im Mai und meistens ganz traditionell im alten Rathaus.

Voriger Artikel
54-Jähriger gerät auf Insel
Nächster Artikel
Neun Ampeln bleiben nachts schwarz

Gute Wünsche vor dem Stadthäger Standesamt: Johanna und Felix Meyer haben sich im August das Ja-Wort gegeben. 

Quelle: rg

Stadthagen. „Zu Hause geht nicht.“ Stadtmitarbeiterin Dagmar Zimmermann musste 2015 einen Wunsch vieler Paare abschlagen. Nicht eine exklusive Location irgendwo in Deutschland lockten als besonderer Ort, sich das Ja-Wort zu geben, sondern das bestuhlte Wohnzimmer in den eigenen vier Wänden oder der heimische Garten – wie es in romantischen amerikanischen Filmen zu sehen ist. Hierzulande ist das nicht möglich. Räume für die Trauzeremonie müssen für diese durch den Bürgermeister gewidmet sein. Das Privathaus scheidet aus.

Gewidmet sind in Stadthagen außer dem Trauzimmer im alten Rathaus das Lustschlösschen im Stadtpark, das zur Zeit allerdings aufgrund eines Pächterwechsels und wegen anstehender Baumaßnahmen nicht zur Verfügung steht. Außerdem ist eine Freilufttrauung im Stadtpark möglich sowie die Eheschließung auf dem Rittergut in Reinsen-Remeringhausen. Dort haben im vergangenen Jahr immerhin acht Paare geheiratet, berichtete Zimmermann.

Ein bestimmtes einprägsames Datum, an dem quasi eine Trauung die Nächste jagte, gab es laut Zimmermann im vergangenen Jahr nicht. Auch am 5.5.2015 versetzte Standesbeamter Volker May nur ein einziges Paar in den Ehestand.

Bevorzugter Wochentag zum Heiraten ist der Sonnabend gewesen. „Samstag-Trauungen sind beliebt, vor allem wegen Angehöriger, die oft von weither anreisen“, weiß Zimmermann.

Was auf den ersten Blick unverständlich scheint, macht durch die pragmatische Brille gesehen Sinn: Etliche Paare haben sich kurzfristig im Dezember trauen lassen – nicht wegen einer erhofften romantischen Schlittenfahrt im knirschenden Schnee. Die Paare hatten steuerliche Vorteile im Blick, die sie noch für das laufende Jahr nutzen wollten.

Ob romantisch oder eher nüchtern motiviert: Die Zahl der standesamtlichen Trauungen in Stadthagen hat sich in den vergangenen Jahren wenig geändert. 2013 unterschrieben 102 Paare die Heiratsurkunde, 2014 waren es 100.

Wie viel Scheidungen 2015 den Trauungen gegenüberstehen, konnte vom Amtsgericht speziell für Stadthagen nicht angeben werden. Im gesamten Amtsgerichtsbezirk Stadthagen – hierzu zählen außer der Kreisstadt auch die Samtgemeinden Lindhorst, Nenndorf, Niedernwöhren, Rodenberg und Sachsenhagen – waren es 169. sk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg