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Auf die Lehrer kommt’s an

Förderschule oder Inklusion? Auf die Lehrer kommt’s an

Haben Schüler mit Förderbedarf im Bereich Lernen in inklusiven Klassen oder in einer Förderschule bessere Bildungschancen? Mit dieser Frage haben sich knapp 20 Teilnehmer – ausschließlich Sonderpädagogen – eines Infoabends der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in der Alten Polizei beschäftigt.

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Quelle: pr.

Stadthagen. Als Referentin geladen war die Bielefelder Erziehungswissenschaftlerin Professor Birgit Lütje-Klose. Diese hat mit ihrem Forschungsteam in Nordrhein-Westfalen eine „Bielefelder Langzeitstudie zum Lernen in inklusiven und exklusiven Förderarrangements“ erstellt. Die Untersuchung bezieht sich bisher nur auf den Primarbereich bis zur 4. Klasse, wird aber weitergeführt.

Hauptergebnis: Für die Entwicklung von Schülern mit Förderbedarf im Bereich Lernen hat die Schulform fast keine Bedeutung. Etwa bei der Kompetenz im Lesen und Schreiben verliefen die Entwicklungsfortschritte bei Schülern in beiden Systemen fast genau parallel. Auch was Faktoren wie Wohlbefinden, soziale Integration und Lernmotivation angeht, ergaben sich für Inklusionsschüler wie für jene an Förderschulen ähnliche Entwicklungslinien.

Entscheidend für die Bildungsentwicklung der betreffenden Kinder sei vielmehr die Qualität der Lehrer und die Bereitschaft von Kollegien zu intensiver Teamarbeit – und zwar unabhängig von der Schulform, referierte Lütje-Klose.

Da wo Schülern zum Beispiel in hohem Maße respektvoll und anerkennend begegnet werde, wo ein individuell förderndes, besonders die Stärken beachtendes Zugehen auf die Kinder festzustellen sei, da seien die größten Bildungsfortschritte zu messen. Gleiches gelte für Schulen, an denen die Lehrer eines Kollegiums bewusst gemeinsam Verantwortung für die Schüler übernähmen und dafür entsprechende Strukturen schafften.

An inklusiven Schulen sei besonders bedeutsam, wie die Zusammenarbeit zwischen den Grundschul- und den Sonderpädagogen funktioniere.  ssr

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