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Stadthagen / Tourismus Ausbaufähig

 „Stadthagen – Stadt der Weserrenaissance“ heißt es auf dem braunen Hinweisschild an der Autobahn2. Der Slogan soll Reisende anlocken. In den zurückliegenden Jahren und auch derzeit ist dies jedoch nur bedingt gelungen, wie Hoteliers und Verantwortliche zugeben.

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Zimmer frei: Der Tourismus macht auch im Stadthotel Gerbergasse nur einen kleinen Teil der Reservierungen aus.

Quelle: rg

„Unser Tagesgeschäft besteht zum großen Teil aus Berufspendlern und dem Wochenendtourismus in Form von Klassentreffen oder Hochzeiten“, erklärt Toni Ahn-Bosch, Geschäftsführer des Hotels Amtspforte. „Die Wenigsten kommen nur wegen Stadthagen oder um sich die umliegenden Schlösser anzuschauen.“

 Frank Döppner, Inhaber des Stadthotels, hat ähnliche Erfahrungen gemacht: „Der Tourismus macht nur einen zarten Teil der Reservierungen aus.“ Er sei froh, dass die umliegenden Firmen in Schaumburg „die Wochen vollmachen“. Nach seiner Auffassung wird der Tourismus nicht richtig vermarktet: „Wir liegen mitten im Landkreis“, erklärt er. „Von Stadthagen aus kann man überall hin. Wir müssen unsere Stärken mehr nach außen tragen.“

 Ihm sei allerdings klar, dass Stadthagen „nicht groß genug“ für eine aufwendige Vermarktung ist. So etwas gehe nur im regionalen Verbund, glaubt Döppner. „Jahrelang haben die Kommunen aber lieber gegeneinander gearbeitet“, schimpft der Hotelier.

 Der Stadthäger Wirtschaftsförderer Lars Masurek räumt ein, dass die professionelle Tourismusförderung im Verbund erst in den vergangenen Jahren entstanden ist. „Allerdings befindet sich die Stadt dank dieser Entwicklung auf einem guten Weg“, versichert er. „Das kann man beispielsweise an der Zahl der Teilnehmer von Stadtführungen sehen.“ Die sei nämlich von 1000 im Jahr 2008 auf 2500 im Jahr 2013 gestiegen. Auch die Übernachtungszahl zeige einen Aufwärtstrend und habe sich von rund 12500 im Jahr 2010 auf fast 23000 im vergangenen Jahr erhöht. Allerdings, räumt Masurek ein, werden aufgrund einer Gesetzesänderung seit 2012 beispielsweise auch Campingplätze befragt – die Zahl der gezählten Übernachtungen in der Statistik sei entsprechend gestiegen.

 Unterschiedliche Projekte sollen weiterhin für Aufwind sorgen. Eines davon ist „Historische Städte im Weserbergland“. „Hier werden eine neue Vermarktungslinie und ein gemeinsamer touristischer Standard für 15 Kommunen im Weserbergland geschaffen“, führt Masurek aus. Dazu zählen unter anderem Bückeburg, Hameln und Stadthagen, in denen es nach besagtem Standard zum Beispiel barrierefreie Stadtführungen geben soll. Weiterhin werde das Mausoleum der Kreisstadt eine Etappe der geplanten Kulturroute des „Netzwerkes erweiterter Wirtschaftsraum Hannover“ sein. Die etwa 800 Kilometer lange Fahrradroute beinhalte 15 Tagesetappen im Großraum Hannover.

 „Die Projekte werden keine Explosion der Besucherzahlen zur Folge haben“, sagt Masurek. Positive Auswirkungen würden aber zu spüren sein, hofft der Stadthäger Wirtschaftsförderer. js

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