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Zu wenig Stellfläche Ausgebucht

Ein Knöllchen kassiert niemand gern. Mit besonderem Unmut reagieren Mahmut Tarak und laut Aussage des Hausbesitzers auch weitere Anwohner im verkehrsberuhigten Baugebiet auf die Verwarnungen der Stadt.

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Hier droht ein Knöllchen: Der Pkw ist in verkehrsberuhigter Zone verbotswidrig abgestellt. Das Auto steht in nicht in einer Parkbucht.

Quelle: rg

Stadthagen. In den Straßen des Baugebiets gibt es nach Meinung der Anwohner zu wenig Parkmöglichkeiten. Und wer außerhalb bezeichneter Buchten parkt, werde derzeit reichlich mit Knöllchen bedacht.

Im vergangenen Jahr, als Bernd Hellmann noch Bürgermeister war, gab es laut Tarak einen Ortstermin mit Anwohnern, Bürgermeister und einem weiteren Stadtmitarbeiter. Anschließend sollte geprüft werden, ob nachträglich Parkplätze geschaffen werden könnten.

Diese Prüfung sei auch erfolgt, berichtete Stadtmitarbeiterin Iris Freimann auf Nachfrage und nach Einsicht in den Vorgang. Das Ergebnis der Prüfung sei gewesen, dass sich mehr Parkplätze leider nicht realisieren ließen. Nun müsse man „mit den Tatsachen umgehen, wie sie sind.“ Anregungen, dass Am Obstanger mit Knöllchen sparsamer umgegangen werden sollte, habe sie, Freimann, nicht gefunden.

„Regeln müssen eingehalten werden“, rechtfertigte Freimann die Knöllchenvergabe. Diese erfolgt unter Umständen auch in aller Frühe („Wir variieren die Zeiten, wo wir kontrollieren“). Tarak wies im SN-Gespräch empört einen ausgedruckten Zettel vor, datiert auf den 28. März um 6.38 Uhr. Das Knöllchen habe ein Anwohner erhalten obwohl offensichtlich gewesen sei, dass hier ein Umzug im Gang gewesen sei und entsprechende Fahrzeuge vor dem Haus gestanden hätten.

Wenn derartige Sondersituationen anstünden, könnte der Anwohner die Stadt ja im Vorfeld darauf hinweisen, schlug Freimann vor. Man wolle „ein verantwortliches Miteinander“.
Dass Am Obstanger kein Schild auf das Parkverbot außerhalb der Parkbuchten hinweist, wie Tarak bemängelte, liegt daran, dass es sich um eine ausgewiesene verkehrsberuhigte Zone handelt. Diese beinhaltet das Parkverbot.

Dass nicht von vornherein viel mehr Parkbuchten für ein Baugebiet vorgesehen werden, begründet die Stadt mit Verhältnismäßigkeiten. Mehr Parkraum bedeute breitere Straßen. „Wir bauen aber schmal aus, damit die Erschließungskosten gering bleiben“, erläuterte Bauamtsleiter Gerd Hegemann. Damit würden auch die Erschließungsbeiträge für den Bauherrn minimiert.

Hegemann stellte außerdem klar, dass es nicht Sache der Stadt sei, für private Stellplätze zu sorgen. Laut Baugesetzgebung muss jeder Bauherr auf dem eigenen Grundstück für Pkw-Stellflächen sorgen, die seinem Bedarf entsprechen.

Eingerichtete Parkbuchten sind für den öffentlichen Verkehr bestimmt. Hier darf jeder parken, auch ein Anlieger.  sk

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