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Dirtpark droht das Aus

Ausschuss erschrocken über Kosten für Zaun Dirtpark droht das Aus

Der gerade erst hergerichtete Dirtpark auf dem Festplatz steht möglicherweise schon wieder vor dem Aus: Der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport stört sich an den Kosten für den Zaun, der das Gelände einfrieden soll.

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Das Gelände des Dirtparks muss laut Tüv eingezäunt werden.

Quelle: rg

Stadthagen. Dabei erhöhen sich die Gesamtausgaben für das Projekt nicht. Dass die Maßnahme alles in allem 31000 Euro kosten soll, war den Fraktionen bekannt.

 Für Unmut in der Politik sorgt vielmehr die Tatsache, dass zwei Drittel der Summe für den Zaun draufgehen. Zudem habe die Verwaltung die Fraktionen über diesen Umstand nicht aufgeklärt, so die Kritik. Wenig hilfreich, die Gemüter zu beruhigen, war der Hinweis von Fachbereichsleiterin Iris Freimann, die Ausschreibung sei bereits gelaufen und der Auftrag für mehr als 21000 Euro könne gar nicht mehr ohne Weiteres zurückgezogen werden. Andernfalls drohten Schadensersatzforderungen des Unternehmens, das das günstigste Angebot eingereicht habe.

 Marita Gericke (CDU) konnte dies nicht fassen. „Die Verwaltung hätte den Rat über die Konsequenzen der Ausschreibung aufklären müssen. So wird das Pferd von hinten aufgezäumt.“

 Doch laut Freimann gibt es ohnehin keine Alternative zum Bau des Zauns: Der TÜV-Prüfer habe bei der Begutachtung deutlich gemacht, dass die Anlage nur mit Einfriedung genehmigt wird – aus Sicherheitsgründen. Anderenfalls müsste der Dirtpark wieder abgerissen werden, betonte Freimann. Denn ohne TÜV-Genehmigung könnte die Stadt die Anlage nicht über den Kommunalen Schadenausgleich haftpflichtversichern. „Wir können uns glücklich schätzen, dass bisher nichts passiert ist.“

 Der TÜV habe die Gefahr ausgemacht, dass Kinder in die Fahrbahn laufen und von den BMX-Fahrern, die die Hügel hinunter rasen, verletzt werden könnten. Zudem erhalte der Dirtpark erst durch die Umzäumung den Charakter einer Anlage. So hätten in der Vergangenheit häufig Wildpinkler ihr Geschäft dort verrichtet, auch als Müllhalde sei das Gelände missbraucht worden, berichtete Stadtjugendpfleger Ralf Cordes.

 Das soll nun ein Schild am Eingang des Dirtparks, auf dem die Nutzungsregeln aufgeführt sind, ändern. Abgeschlossen werden soll das Terrain allerdings nicht.

 Aus Sicht der Fraktionen besteht nun jedoch Beratungsbedarf. Ulrike Koller machte die Position der SPD deutlich: „Wir sind uns einig, dass wir nicht so viel Geld für einen Zaun ausgeben wollen.“ Auch Gericke erklärte, die CDU könne es nicht glauben, dass der Zaun so teuer sei. Bis zum Verwaltungsausschuss am 20. April wollen die Fraktionen darüber nachdenken, ob sie der Ausgabe zustimmen. Welche Konsequenzen ein Veto der Politik hätte, machte Bürgervertreter Carsten Meier deutlich: „Dann wäre der Dirtpark gestorben. Und ein Abbau kostet auch Geld. Es geht doch darum, dass die Anlage realisiert wird.“ Der Dirtpark ist derzeit gesperrt. ber

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