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Awo-Kreisvorsitzender nimmt Bund in die Pflicht

Flüchtlingsdebatte Awo-Kreisvorsitzender nimmt Bund in die Pflicht

Flüchtlinge haben nicht nur die Sozialarbeit der Arbeiterwohlfahrt 2015 bestimmt, auch auf der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins Stadthagen dominierte das Thema.

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Heinz-Gerhard Schöttelndreier und Heidemarie Hanauske (Mitte) bedanken sich bei Irmgard Lieske für ihre 40-jährige Treue zur Awo.

Quelle: ber

Stadthagen. Bürgermeister Oliver Theiß lobte die Awo in seinem Grußwort dafür, wie geräuschlos sie die Aufgabe bisher in Stadthagen bewältigt habe. „Aber auch unsere Ressourcen sind endlich. Auf absehbare Zeit muss der Flüchtlingsstrom reguliert werden.“

 Dass die Unterbringung und Betreuung der Menschen im Landkreis so gut funktioniere, liege vor allem an den gewachsenen Strukturen, betonte Awo-Kreisvorsitzender Heinz-Gerhard Schöttelndreier. „Im Bund wurde dagegen schon vorher auf unterster Kante gefahren. Daher ist es auch keine Wunder, dass die hauptamtlichen Strukturen überrannt wurden. Es gibt zu wenig Lehrer, Erzieher und Entscheider, beispielsweise bei den Jobcentern“, kritisierte der Ehrenlandrat. Man sei blind dem Neo-Marktliberalismus gefolgt und habe staatliche Strukturen auf ein Minimum zurückgefahren. Dies bekomme Deutschland nun zu spüren, vor allem wegen des vernachlässigten sozialen Wohnungsbaus.

 Wenig hilfreich sei die „verbale Kraftmeierei“ der Politik angesichts der Ereignisse an Silvester in Köln, insbesondere aus der CSU. „Da wird versucht, mit starken Worten das Bild einer schwachen Staatsmacht zu übertönen.“

 Auch Landtagsabgeordneter Karsten Becker (SPD) mahnte an, dass es nicht zum „Wettbewerb der Schwächsten“ kommen dürfe. „Wir dürfen Menschen nicht gegeneinander ausspielen. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass jemand bevorzugt wird. Daher müssen wir die Frage, wie die soziale Struktur in Deutschland organisiert wird, völlig neu stellen.“

 Ortsvereins-Vorsitzende Heidemarie Hanauske, die wie ihre Vorstandskollegen einstimmig im Amt bestätigt wurde, betonte, dass die Awo sich gegen jegliche Form von Rassismus und Sexismus stelle.

 Trotz der Vorfälle in Köln zeigte sich Hanauske, die als Geschäftsführerin des Kreisverbandes maßgeblich für die Organisation der Flüchtlingssozialarbeit verantwortlich ist, zuversichtlich, dass die Integration der Asylbewerber gelingt. „Wenn wir den Menschen die Unterstützung geben, die sie brauchen, kann die sogenannte Flüchtlingskrise eine Chance für uns alle werden.“ ber

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