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Awo auf Immobilien- und Personalsuche

Projekt „Mittelpunkt Hüttenstraße“ Awo auf Immobilien- und Personalsuche

Am Dienstag, 1. August, startet das Projekt „Mittelpunkt Hüttenstraße“ der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Stadthagen – zumindest offiziell. Denn aktuell gibt es weder eine Immobilie für das geplante Begegnungszentrum noch einen Sozialarbeiter, den sogenannten Quartiersmanager.

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Quelle: PR

STADTHAGEN. Aber Awo-Geschäftsführerin Heidemarie Hanauske ist optimistisch, zumal heute ein Gespräch mit einem potenziellen Vermieter anberaumt ist. Sollten sich Awo und der Immobilienbesitzer einig werden, würde der Treffpunkt am Standort Gubener Straße entstehen.

Noch schwieriger als die Suche nach den Räumlichkeiten gestaltet sich die Mitarbeiterakquise. „Der Sozialarbeitermarkt ist leer gefegt. Die Situation ist ähnlich wie bei den Erzieherin oder Pflegern“, erklärt Hanauske, weswegen die Stellenausschreibung nun auch weiter gestreut werde. Nachdem die Stelle erst intern ausgeschrieben worden sei, habe man sie öffentlich gemacht und werde sie jetzt auch überregional streuen. Die Kosten für Personal und Miete werden durch Fördermittel des Landes (70.000 Euro) sowie einen städtischen Zuschuss (25.000 Euro) getragen.

„Gesicht“ des Begegnungszentrums fehlt

Da das „Gesicht“ des Begegnungszentrums noch fehlt, will Hanauske mit der geplanten Info-Veranstaltung im Quartier noch warten. Bis Mitte August sollen die Planungen abgeschlossen sein, weil das Info-Treffen noch diesen Monat erfolgen soll, „ob wir das als Awo alleine machen oder zusammen mit anderen Institutionen steht noch nicht fest“.

Hanauske gibt zu, dass das Projekt von Anfang an zeitlich ambitioniert gewesen war, dennoch habe sie keine Sorge, dass die vorläufige Bewilligung durch die Verzögerung in Gefahr sei. Nach der gestrigen SN-Berichterstattung über die Weststadt, in der verschiedene Positionen zu der Frage „Sozialer Brennpunkt, ja oder nein?“ beleuchtet wurden, betont die Geschäftsführerin: „Unser Projekt dient der Prävention.“ Man wolle, dass der Stadtteil auch in Zukunft kein Einsatzschwerpunkt der Polizei bleibe.

Fakt sei jedoch der hohe Ausländeranteil in der Weststadt: 43,8 Prozent. „Umso wichtiger ist es, den Raum für kulturelle Begegnungen zu schaffen, damit die Menschen zusammenkommen und voneinander lernen können“, so Hanauske.

„Was soll denn nun angestrebt werden?“

Dem widerspricht indes Detlef Schröter bei Facebook: „Bislang wurde stets von der Notwendigkeit der Integration von ausländischen Neubürgern gesprochen, was auch meiner Sichtweise gänzlich entspricht. Die Idee eines Begegnungszentrums führt aber doch zum Gegenteil, nämlich gerade zum ,Einigeln‘ in diesem Quartier. Ist das nun ein Paradigmenwechsel oder hat die Awo nicht bemerkt, dass sie für das Eine plädiert, jedoch mit diesem Projekt das Andere (Nicht-Integration) bewirken wird. Was soll denn nun angestrebt werden?“

Jana Alicia Schulz vertritt eine andere Position: „Eine Begegnungsstätte ist gut, ich fände eine Tagespflegeeinrichtung mit Schwerpunkt auf Sprache und soziales Lernen schön, mit Elterncafé zum Austausch und Entspannen.“

Kontakttreffen im Quartier

In der neuen Begegnungsstätte sind der Awo zufolge verschiedene Veranstaltungen geplant. Sprachangebote durch Ehrenamtliche sollen die Menschen bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen, speziell auch Frauen. Mit der Jugendberufshilfe, der Bundesagentur für Arbeit und dem Jobcenter sind Infoveranstaltungen für Arbeitgeber geplant, Kontakttreffen im Quartier, Orientierungen zu Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sowie Hilfe und Unterstützung bei Bewerbungen. col

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