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Awo richtet Koordinierungsstelle ein

Für ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit Awo richtet Koordinierungsstelle ein

Mittlerweile gibt es sie landkreisweit in jeder Stadt und Samtgemeinde: eine Gruppe von ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern. Der Bedarf an Beratung, Vernetzung und Informationsaustausch ist unter den vielen Hundert Beteiligten drastisch angestiegen.

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Flüchtlingshelfer-Koordinatorin Diana Ludwig in den neuen Räumlichkeiten der Awo am Stadthäger Marktplatz.

Quelle: ssr

Stadthagen/Landkreis. Darauf hat der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) jetzt mit der Schaffung einer „Beratungs- und Koordinierungsstelle Bürgerschaftliches Engagement in der Flüchtlingshilfe“ reagiert. Diese vom Land für zwei Jahre geförderte Stelle wird von der Diplom-Soziologin Diana Ludwig bekleidet.

 Die Aufgabenpalette der 35-Jährigen ist vielfältig. So soll sie etwa das Zusammenwirken der örtlichen Gruppen koordinieren. Dabei geht es nach ihren Worten zum Beispiel um den Austausch von Know-how. „Wer hat gutes Material für Deutschkurse, wer kann etwas über das erfolgreiche Gestalten einer Fahrradwerkstatt mit Flüchtlingen erzählen, wer hat Erfahrung mit Fördertöpfen für die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit“, nennt die Expertin einige Beispiele.

 Darüber hinaus bietet Ludwig Beratung für Ehrenamtliche an. „Der Bedarf an Informationen etwa über den Versicherungsschutz beim freiwilligen Engagement oder über den Status von Flüchtlingen ist groß“, weiß sie. Die Veranstaltung von Workshops zu derartigen Themen ist geplant. Ludwig soll bei Bedarf auch für die Begleitung der Ehrenamtlichen im Sinne einer Supervision sorgen. „Dabei geht es beispielsweise darum, wie viele zeitliche und psychische Ressourcen man als Flüchtlinghelfer einsetzen sollte, um die eigenen Belastungsgrenzen nicht zu überschreiten“, erläutert die Soziologin.

 Aufbauen will Ludwig einen Dolmetscher-Pool und sucht dafür geeignete Ehrenamtliche. Nicht nur in diesem Zusammenhang möchte sie zunehmend schon länger hier lebende Migranten in die Flüchtlingsarbeit einbinden.

 Eng abstimmen wird sich Ludwig mit ihrer Kollegin Christa Harms auf einer ähnlichen Koordinierungsstelle beim Diakonischen Werk Schaumburg-Lippe: „Unsere Arbeit soll sich gut ergänzen“, sagt sie.

 Ihr Büro hat die Soziologin in neu angemieteten Räumlichkeiten der Awo am Stadthäger Marktplatz. „Unser stark wachsendes Team für die Flüchtlingsarbeit – mittlerweile sind das kreisweit 33 Mitarbeiter – hat in Stadthagen zusätzliche Räume erfordert“, erläuterte Awo-Kreisgeschäftsführerin Heidemarie Hanauske.

 Diana Ludwig ist erreichbar in Stadthagen, Am Markt 11, Telefon (05721) 9388443, mobil (0171) 68 75626, Email: kbef.dl@awo-kv-schaumburg.de.

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