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B65-Ausbau frühestens 2024 fertig

Verzögerung B65-Ausbau frühestens 2024 fertig

Es zieht sich hin: Der „2+1“-Ausbau der B65 wird frühestens im Jahr 2024 fertig sein. Das hat Kreisbau-Dezernent Fritz Klebe während der zweiten „Schaumburger Runde“ am Donnerstagabend auf dem Rittergut Remeringhausen mitgeteilt.

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Stadthagen. Wie Klebe vor den rund 70 Zuhörern ankündigte, soll der vor einigen Wochen begonnene erste Bauabschnitt zwischen Vornhagen und Kobbensen Mitte 2017 abgeschlossen sein.

 Für den zweiten Bauabschnitt zwischen Beckedorf und der Autobahnauffahrt bei Bad Nenndorf wird nach den Worten des Baudezernenten derzeit aber erst das Planfeststellungsverfahren (PFV) vorbereitet. Die Abstimmung zwischen dem Landkreis als Planungsbehörde, dem Bundesverkehrsministerium als Bauträger und der ausführenden Straßenbaubehörde des Landes werde geraume Zeit in Anspruch nehmen.

 Klebe kalkulierte deshalb, dass das PFV erst Mitte 2017 in Gang geschoben werden kann. Bei diesem werde wegen des notwendigen erheblichen Flächenerwerbs ein zeitintensives Flurbereinigungsverfahren wohl unumgänglich sein. Den PFV-Beschluss taxiert er daher erst für Frühjahr 2019. Mit dem Baubeginn rechnet der Experte für Mitte 2020. „Allerdings nur, wenn der Bund das Geld rechtzeitig zur Verfügung stellt.“ Dieser Vorgang hatte sich beim ersten Bauabschnitt bekanntermaßen mehrere Jahre hingezogen. Da mit einer Bauzeit von vier Jahren zu rechnen sei, werde der Ausbau frühestens 2024 vollendet sein.

 „Viele hatten sich das am Anfang einfacher vorgestellt“, räumte Klebe unumwunden ein. Allein die Planungskosten belaufen sich nach seinen Angaben mittlerweile auf rund eine Million Euro. Es handele sich „um so eine Art Generationen übergreifendes Projekt“, fügte er – nach eigenem Bekunden „mit einer Portion Sarkasmus“ – hinzu.

 Begonnen hatte das Projekt „2+1“-Ausbau im Jahr 2001, als der damalige Ministerpräsident Sigmar Gabriel die Finanzierung zugesagt hatte. Später prognostizierte Zeitabläufe waren deutlich knapper kalkuliert, als sie sich heute darstellen. So war die Spitze der Kreisverwaltung noch im Juli 2008 öffentlich davon ausgegangen, dass das Projekt bis Ende 2014 zum Abschluss gebracht werden kann. Und Mitte 2012 hatte die Kreisverwaltung bei einer neuen Kalkulation das Bauende für Herbst 2018 vorhergesagt. Doch das ist nun alles Makulatur.

 Auch bei den Kosten haben sich Veränderungen ergeben. War 2008 noch mit einem Betrag von 28 Millionen Euro kalkuliert worden, ist nunmehr von 31,8 Millionen Euro die Rede – ein Plus von 14 Prozent.

Von Stefan Rothe

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