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BKA fahndet auch in Schaumburg

Kindesmissbrauch BKA fahndet auch in Schaumburg

Das Bundeskriminalamt (BKA) sucht derzeit deutschlandweit nach Opfern schweren Kindesmissbrauchs. Dazu hat sich die Behörde an die Lehrerkollegien von Allgemein- und Berufsbildenden Schulen gewandt.

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Stadthagen. Auch Pädagogen in Schaumburg mussten sich in den vergangenen Tagen (nicht-pornografische) Fotos der Opfer anschauen. Es gilt die Frage zu klären, ob einer der Lehrer auf den Fotos einen Schüler erkennt.

„Die Betroffenheit unter den Kollegen ist sehr groß“, sagt Angelika Hasemann, kommissarische Schulleiterin am Ratsgymnasium Stadthagen (RGS). Sie hatte die mit einem Passwort geschützten Fotos unter Aufsicht im Lehrerzimmer gezeigt. Das RGS hat bereits seine Antwort an das niedersächsische Kultusministerium geschickt. Ob ein Stadthäger Gymnasiallehrer eines der Kinder wiedererkannt hat, sagte Hasemann nicht.

Generell legt das BKA großen Wert auf Verschwiegenheit. Das wurde in den E-Mails an die niedersächsischen Schulen, die vom zuständigen Kulturministerium verschickt wurden, mehr als deutlich. Bei der sogenannten zielgruppenorientierten Fahndung – wie hierbei unter Lehrern – sollen möglichst wenig Informationen an die Öffentlichkeit geraten. Das soll dem Schutz der Opfer dienen.

Auch die Berufsbildenden Schulen in Stadthagen und Rinteln haben ihre Aufgaben erfüllt. Das bestätigten die jeweiligen Schulleiter Jürgen Steltner (Stadthagen) und Herbert Habenicht (Rinteln). Auch sie haben bereits eine Antwort an das Ministerium geschickt. „Es ist immer traurig, wenn man Fotos sieht und weiß, was für tragische Schicksale dahinterstecken“, fasst Steltner die Stimmung im Kollegium zusammen.

Eine Schaumburger Lehrerin, die an einer weiterführenden Schule in Minden unterrichtet, beschäftigt der Anblick der Kinderfotos ebenfalls nachhaltig. „Man mag sich das gar nicht vorstellen, was diese Kinder erlebt haben müssen. Einfach nur schrecklich“, sagt die Pädagogin im Gespräch mit den SN.

Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich beim aktuellen Fall um drei Opfer. Diese gilt es nun, zu identifizieren. Dem Vernehmen nach soll bereits ein Kind ermittelt worden sein. Die Taten sollen etwa sechs Jahre zurückliegen. vin

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