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Bahnhof wechselt Besitzer

Stadthagen Bahnhof wechselt Besitzer

Der Stadthäger Bahnhof wechselt seinen Eigentümer. Die Immobilie geht von der Luxemburger Firma Patron Elke S.a.r.l. an einen anderen Besitzer über. Das hat Bürgermeister Oliver Theiß auf Anfrage bestätigt. Wer der neue Eigentümer ist, wollte er nicht sagen.

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Der Bahnhof in Stadthagen hat bald einen neuen Besitzer. rg

Stadthagen.  „Zu dem neuen Besitzer möchte die Stadt vorläufig keine Auskunft geben“, heißt es dazu in einer schriftlichen Mitteilung der Stadtverwaltung: „Aus dem geschlossenen Kaufvertrag geht zwar hervor, dass durch die Verwalterin ein Kontakt zum neuen Eigentümer hergestellt werden wird. Dies ist aber bisher noch nicht geschehen, weil der neue Eigentümer voraussichtlich erst ab dem 1. September 2015 Besitzer werden wird.“

Die Verwalterin, die die Immobilie für die Luxemburger Firma betreut, ist die Main Asset Management GmbH mit Sitz in Dreieich bei Frankfurt. Ein Sprecher dieses Unternehmens bestätigte zwar den Verkauf, wollte aber ebenso den neuen Eigentümer nicht nennen. Mutmaßlich handelt es sich dabei um eine andere Immobiliengesellschaft. Das Unternehmen Patron hatte vor Jahren in mehreren Paketen Hunderte deutscher Bahnhöfe gekauft – darunter auch den der Kreisstadt.

„Wir hoffen, dass sich der neue Eigentümer besser um die Immobilie kümmert als die bisherige Besitzerin“, betonte Theiß. Bei dieser „war Desinteresse spürbar“, wählte der Verwaltungschef zurückhaltende Worte für einen offenkundigen Umstand: Das Gebäude macht einen ungepflegten Eindruck, kaputte Türen und zersplitterte Schaukästen nehmen den Besucher in Stadthagen, sofern er mit dem Zug anreist, in Empfang.

Die Kommunikation mit der bisherigen Eigentümerin sei schwierig gewesen, sagte Jörg Schädel, in der Stadtverwaltung für Liegenschaften zuständig. „Das war einzig von wirtschaftlichen Interessen der Eigentümerin geprägt.“ Schädel weiter: „Dass es dort nicht schön aussieht, das kümmert die gar nicht.“

Kommentar

Quo vadis, Stadthagen? Wo geht in der Kreisstadt – bildlich gesprochen – die Reise mit dem Bahnhof hin? Die Verwaltung befindet sich in einem Dilemma: Das Geld für den Kauf des Bahnhofes fehlt. So müssen die Stadtoberen weiterhin dabei zuschauen, wie eine Immobiliengesellschaft das historische Gebäude runterwirtschaftet.  So zumindest sah das Bild in den vergangenen Jahren aus. Jetzt könnte sich mit dem Eigentümerwechsel etwas tun. Diese Chance sollte Verwaltungschef Oliver Theiß am Schopfe packen. Auch wenn der Stadt das Geld für den Kauf fehlt, sollte er dafür sorgen, dass die Stadt nicht weiterhin am langen Arm der Gesellschaften verhungert. Verena Insinger

Das alles zeigt das Dilemma für die Stadt. Einerseits ist sie an einem gepflegten Bahnhof als einem wichtigen Eingangstor interessiert. Andererseits hat sie praktisch keine Handhabe, dieses auch umzusetzen. Und die Option eines Kaufs scheidet aus Geldmangel aus: „Das ist aus finanziellen Gründen derzeit kein Thema“, sagte Theiß.

So schnell wie möglich will die Verwaltung laut Schädel mit dem neuen Besitzer Kontakt aufnehmen. „Wir wollen erfahren, was er mit dem Gebäude vorhat, ob er in die Immobilie investieren will.“

Angepeilt wird nach den Worten Schädels auch eine rasche Vereinbarung zur Verbesserung der Situation des Parkplatzes. Diesen hat die Stadt gemietet. Mit der alten Eigentümerin war im Frühjahr eine Absprache über eine Sanierung und Unterhaltung erarbeitet worden. Dieser wurde jedoch bis jetzt nicht in Vertragsform gegossen, was nicht an der Stadt gelegen hat.

Im Bahnhof befindet sich derzeit eine Gaststätte mit angeschlossenem Kiosk. Dessen Betreiber Tayfur Dursu sagte, er habe noch für zehn Jahre einen Mietvertrag. „Ich gehe davon aus, dass der gültig bleibt.“ Ansonsten gibt es dort noch ein Reisezentrum der Deutschen Bahn, einen vom Bahn-Sozialwerk gemieteten Raum sowie im ersten Stock eine Mietwohnung, die von einer älteren Frau genutzt wird. ssr

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