Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Bahnhofs-Investor sucht Mieter

Schönes Eingangstor für die Stadt Bahnhofs-Investor sucht Mieter

„Ich bin zutiefst überzeugt, dass man das Empfangsgebäude des Bahnhofs zu einem schönen Eingangstor für die Stadt machen und mit seinem Betrieb auch Geld verdienen kann.“ Diese Zuversicht verbreitet Stefan Steinert, Geschäftsführer der Aedificia Stadthagen KG. Das Unternehmen ist neue Eigentümerin des Bahnhofsgebäudes.

Voriger Artikel
Stadtgartencafé soll wieder aufleben
Nächster Artikel
Polizei kontrolliert 600 Autofahrer

Ein Café? Ein Schlüsseldienst? Oder Reisebedarf? Die neue Eigentümerin des Bahnhofsgebäudes in Stadthagen sucht aktiv nach Mietern für ihre neue Immobilie. rg

Stadthagen. Die Kommanditgesellschaft (KG) ist eine Tochter der Aedificia GmbH mit Sitz in Frankfurt (Aedificia ist lateinisch und bedeutet Gebäude). Die beiden persönlich haftenden Gesellschafter der KG sind Steinert und Abdol Rasoulinia. Die KG ist auf die Projektentwicklung sogenannter Sonderimmobilien wie Häfen, Kasernen, technische Gebäude und ganz besonders von Bahnhöfen spezialisiert.

In jüngerer Vergangenheit nahm die Aedificia GmbH mit einer Investitionssumme von einer Million Euro zusammen mit Geschäftspartnern die Sanierung des Bahnhofs im nordrhein-westfälischen Schwelm in Angriff. Zeitgleich mit dem Stadthäger Bahnhof erwarb Aedificia das Empfangsgebäude des Bahnhofs in Neustadt a. R..

Aedificia kauft die Bahnhöfe nach Darstellung von Steinert nicht auf Kreditbasis, sondern mit Eigenkapital und Geld von Partnern. Diese seien „deutsche Unternehmer mit Interesse an langfristigen Investitionen“. Steinert bekundete ausdrücklich die Absicht, einmal erworbene Bahnhöfe „langfristig im Bestand zu halten, also nicht wieder zu verkaufen“. Über den Kaufpreis des hiesigen Bahnhofsgebäudes wollte Steinert indes keine Aufkunft geben.

Der Geschäftsführer betonte, erst wenn die KG für 70 bis 80 Prozent der Nutzfläche Mieter gefunden habe, beginne sie mit der Sanierung. Denn erst ab dieser Vermarktungsschwelle seien Banken bereit, Kredite für Sanierungsvorhaben zu gewähren.

Der nächste Schritt für die KG werde also die Akquise von Mietern sein. Dies solle in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der Stadt passieren. Während eines Antrittsbesuchs bei der Stadtverwaltung sei für die Suche nach Nutzern Unterstützung signalisiert worden, berichtete der Investor.

Steinert kann sich eine ganze Breite von Nutzungsmöglichkeiten vorstellen. Das fange bei Angeboten für Reisebedarf und einer Bäckerei mit schickem Café sowie einem weiteren gastronomischen Betrieb an. Vorstellbar seien für ihn darüber hinaus Dienstleister wie etwa die Annahmestelle einer Reinigung, ein Schlüsseldienst oder ein Schuhreparatur-Service.

Aber auch Büros, etwa für einen Rechtsanwalt oder einen Ingenieur, seien in dem Gebäude denkbar. Schließlich könnten dort auch Wohnungen eingerichtet werden. Entscheidend sei, „Betreiber zu finden, die das dort machen wollen“, so Steinert. Inakzeptabel seien im Übrigen Einrichtungen des Rotlicht-Milieus und Spielhallen, „also alles was das Niveau des Gebäudes herunterziehen würde“. Und: „Ich bin auch kein Freund von Fast-Food-Angeboten.“

Seiner Erfahrung nach werde die Akquise „viele Monate“ in Anspruch nehmen, unterstrich der Investor. Die Vermarktung eines Bahnhofsgebäudes sei „eine komplexe Geschichte“. Er hoffe möglichst schnell zu einer Vermarktung und Sanierung des Gebäudes zu kommen. Dafür einen Zeitpunkt zu nennen, wäre aber unredlich, fügte Steinert hinzu. ssr

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg