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Bahnhofsgebäude: „Wir brauchen viel Geduld“

Noch keine Nutzer an der Hand Bahnhofsgebäude: „Wir brauchen viel Geduld“

Es tut sich nichts im Stadthäger Bahnhof. Wo einmal Geschäfte florieren sollen, herrscht noch Leerstand. Die Suche nach Nutzern erweist sich als „ziemlich schwierig“. Das bekundet Stefan Steinert, Geschäftsführer der Aedificia Stadthagen KG, die das Gebäude vor genau zwei Jahren gekauft hatte.

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Als schwierig erweist sich die Suche nach Nutzern für das sanierungsbedürftige Bahnhofsgebäude.

Quelle: rg

Stadthagen. „Wir haben noch keine Zusage einer Firma und momentan gibt es auch keine vielversprechenden Interessenten“, räumt Steinert ein. Es habe eine Reihe von Gesprächen mit potenziellen Nutzern gegeben, doch daraus habe sich bislang noch kein Mietvertrag ergeben, berichtet der Investor. Die Wirtschaftsförderung der Stadt habe einige ortsansässige potenzielle Mieter vermittelt, doch daraus sei nichts geworden. Derzeit prüfe eine überregional tätige Bäckerei den Standort.

„Ein wunderschönes Gebäude“ mit viel Potenzial

Dass sich bisher noch nichts ergeben hat, ist für Steinert „gar nicht überraschend“. Denn das Bahnhofsgebäude sei „jahrzehntelang vernachlässigt worden“. Gleichwohl sei es „ein wunderschönes Gebäude“ mit viel Potenzial, ist Steinert überzeugt. Daher sei er weiter optimistisch, dass er über kurz oder lang Nutzer finden wird. Gedacht sei an Einrichtungen wie Schlüsseldienst, Reinigung, Blumenladen, Friseur, Fahrschule, Bäckerei und Gastronomie. Auch eine Herrichtung und Vermietung von Büros sei denkbar. Er sei für Vieles offen, so Steinert, eine Grenze ziehe er freilich etwa zum Rotlichtmilieu, zu Spielhallen und „zur fünfzigsten Döner-Bude“.

Keine Zeitgrenze gesetzt

Der Geschäftsführer macht unmissverständlich klar, dass seine Firma das Gebäude nicht wieder verkaufen wird. Das sei generelle Linie des Unternehmens, das laut Steinert 32 Projekte dieser Art betreibt. Dass eine Vermarktung länger dauert, sei ganz normal. Man wolle den hiesigen Bahnhof einer vielfältigeren Nutzung zuführen und werde schon Mieter finden, bekundet Steinert: „Man muss nur lange genug suchen, das ist unser Unternehmenszweck.“ Eine Zeitgrenze setze er sich nicht. „Wir brauchen viel Geduld“, bekundet der Geschäftsführer. Der derzeitige Zustand „tut unserem Unternehmen betriebswirtschaftlich nicht weh“, denn es gebe schließlich bereits Mieteinnahmen. Sanieren werde Aedificio erst, wenn Mieter für rund 70 Prozent der Fläche gefunden sind, kündigt Steinert an. Die Sanierung sei aber ausdrücklich erklärtes Ziel. „Im Oktober wollen wir uns wieder intensiver mit dem Stadthäger Bahnhof beschäftigen, der uns sehr am Herzen liegt.“

Bürgermeister Oliver Theiß bestätigt auf SN-Anfrage, dass die städtische Wirtschaftsförderung der Aedificia mehrere potenzielle Interessenten vermittelt habe: „Offensichtlich ist daraus aber keine Anmietung entstanden.“

Der Verwaltungschef fügt hinzu: „Man sieht, dass es schwierig ist.“ Die Stadtverwaltung werde in Kürze Kontakt zu Aedificia aufnehmen, „um mit der Firma zu besprechen, wie es jetzt weitergehen soll“. Sowohl bei der Stadt als auch beim Unternehmen sei weiterhin „der Wille da, in dieser Sache weiterzukommen“, beteuert der Bürgermeister. ssr

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