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Bauamtsleiter verteidigt Architekten-Wettbewerb

Projekt „Wohnen am Nordwall“ Bauamtsleiter verteidigt Architekten-Wettbewerb

Bauamtsleiter Gerd Hegemann wehrt sich gegen die Kritik, die Stadt habe den Architekten-Wettbewerb „Wohnen am Nordwall“ ohne Beteiligung der Kreiswohnungsbaugesellschaft ausgerichtet. „Heinz-Helmut Steege von der Wohnbau war als Sachverständiger dabei“, stellt Hegemann klar.

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Nach Angaben der Stadt gibt es mehrere Interessenten für einen Hauskauf an der Krummen Straße.

Quelle: rg

Stadthagen. Steege räumt ein, als „Gast“ an den Jurysitzungen teilgenommen zu haben, betont aber: „Einfluss auf die Entscheidung hatte ich nicht.“ Auch sei es ihm nicht möglich gewesen, sich zur Wirtschaftlichkeit der Entwürfe zu äußern. „Bei dem Wettbewerb ging es allein darum, architektonische Ideen zu prämieren. Konkrete Zahlen zu den Kosten lagen nicht vor.“

Hegemann betont, die Stadt habe bewusst auf Zeit- und Kostenvorgaben verzichtet, um einen ungehinderten Ideenfluss zu ermöglichen. „Wir wollten, dass uns die Architekten grundsätzlich aufzeigen, was auf dem Areal alles möglich sein kann. Je mehr wir dies durch konkrete Vorgaben eingegrenzt hätten, desto mehr hätten wir die Lösungsmöglichkeiten beschnitten.“

Für „ein paar Tausend Euro“ habe sich die Stadt so eine Vielzahl von Ideen gekauft. „Dabei wird gerne unterschätzt, wieviel Qualifikation und Arbeitsaufwand für solch einen Entwurf notwendig sind.“
Einen Wettbewerbsbeitrag mit einem realistischen Kostenplan zu unterlegen, sei zu diesem frühen Zeitpunkt schlicht nicht möglich. „Ein solcher Entwurf wird nie 1:1 realisiert, sondern erst im Nachhinein in Abstimmung mit dem Investor den finanziellen Möglichkeiten angepasst. Der Reichstag sollte laut Entwurf auch keine Kuppel bekommen“, erklärt Hegemann.

Im Vergleich zu den anderen Wettbewerbsbeiträgen seien beim Siegerentwurf des Stuttgarter Architekturbüros Steimle allerdings bereits höhere Kosten zu erwarten gewesen, da dieser die Integration des denkmalgeschützten Fachwerkhauses vorgesehen hatte.

Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit habe sich die Stadt dann zu dem Kompromiss durchgerungen, das Fachwerkhaus aus der Planung zu nehmen. „Wenn wir in das Förderprogramm städtebaulicher Denkmalschutz kommen, verfügen wir über gute Möglichkeiten, dies als separates Sanierungsvorhaben umzusetzen“, hofft der Bauamtsleiter.
Sollte die Kreiswohnungsbaugesellschaft als Investor abspringen, habe die Stadt bereits einen Plan B in der Hinterhand, so Hegemann. Es gebe mehrere Privatleute, die ein Haus an der Krummen Straße kaufen und für ihre Zwecke sanieren wollen. Gleichzeitig stellt der Bauamtsleiter klar: „Wir haben viel Zeit und Geld in den Wettbewerb investiert und würden uns freuen, wenn wir das Projekt mit der Wohnbau realisieren können.“

Derweil verspricht Steege in Bezug auf den bei Architekt Steimle in Auftrag gegeben Kostenplan: „Ich bleibe da am Ball.“ ber

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