Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadthagen Stadt Becker diskutiert mit IGS-Schülern
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Becker diskutiert mit IGS-Schülern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:55 29.04.2018
Auf dem Podium: Karsten Becker weicht keiner Frage aus und sagt klar seine Meinung.  foto: sk
Anzeige
STADTHAGEN.

Bei der Frage, wie viel Zeit er in den Job investiere, stellte Becker klar: Mit „dem Leben normaler Menschen“ habe sein Politikerdasein „nichts zu tun“. Eine 40- bis 60-Stunden-Woche sei grundsätzlich, dazu kämen Einladungen zu Veranstaltungen, Gesprächen und etliches mehr. Wer zu solchen „Spaß-Terminen“ keine Lust habe, solle den Job „bloß nicht machen“.

„Wie stark darf sich Kirche in Politik einmischen“, wollte eine Podiumsteilnehmerin wissen. „Warum sollte sich Kirche nicht in Politik einmischen?“ Drehte Becker die Fragerichtung um. Eine klare Haltung aufzuzeigen, sei für die Kirche und jedermann in Ordnung.

Zum Thema Elektromobilität sah Becker das Problem nicht in der Autotechnik, sondern im Energienachschub für die leisen Gefährte: „Wo laden wir den ganzen Kram? Kriegen wir da eine Infrastruktur hin?“

Nicht immer mit rechten Dingen gehe es doch wohl zu bei deutschen Waffenlieferungen ins Ausland, positionierte sich ein Schüler. Becker stellte klar, das es dabei rechtsstaatlich zugehe. Allerdings sei der Rüstungsexport ein „ausgesprochen schwieriges Thema“. Zwar dürfe man keine Waffen in Konfliktstaaten liefern. Da gebe es eine Sperrklausel. Aber Staaten könnten schnell zu Konfliktgebieten werden, erklärte der Politiker.

Und wie stehe er zum Militärschlag der USA, Frankreich und England gegen den syrischen Machthaber Assad und der Nicht-Beteiligung Deutschlands? Zu einer strategischen oder moralischen Beurteilung meinte Becker: „Es ist verdammt noch mal nicht so einfach.“ sk

Anzeige