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Bedroht und betrogen

Taxi-Fahrer schlagen Alarm Bedroht und betrogen

Normalerweise bedeuten Zeltfeten für Taxifahrer ein gutes Einkommen. Doch kaum ein Unternehmen kann sich noch darüber freuen. Stadthäger Betriebe müssen nach eigener Einschätzung immer häufiger aggressive Fahrgäste befördern.

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Quelle: SYMBOLFOTO/MONTAGE:HARMENING

STADTHAGEN. Unternehmen schätzen diesen Trend zwar durchaus unterschiedlich ein. Aber: Hinter vorgehaltener Hand sagen einige Fahrer, besonders zur Hochzeit der Erntefeste wie derzeit nicht mehr nachts zu den Zeltfeten zu fahren, um Kunden abzuholen. So zum Beispiel Taxi-Ruf: Nach eigenen Angaben kommt es dort bei drei von zehn Fahrten zu verbalen Angriffen oder Sachbeschädigungen. Vorfälle wie aggressive Verhandlungen im Befehlston, Schläge und Tritte gegen die Fahrzeuge sowie Drohungen gegen die Fahrer führten dazu, dass das Unternehmen die Fahrten zu Zeltfeten und anderen nächtlichen Feiern inzwischen komplett ablehnt.

Nach Ansicht eines weiteren Mitbewerbers ist das eine schwierige Entscheidung. Taxiunternehmen hätten als öffentliche Verkehrsmittel eine Beförderungspflicht. Das Ablehnen eines Auftrags könne nur erfolgen, wenn der Fahrgast bei Ankunft eindeutig aggressiv, zu betrunken oder sehr schmutzig sei. Dies könne jedoch nicht schon am Telefon ausgemacht, sondern müsse vor Ort ermittelt werden.

Zunehmende, aggressive Preisverhandlungen

Das Taxiunternehmen Lothar Jäschke ist ebenfalls betroffen. Jäschke klagt besonders über zunehmende, aggressive Preisverhandlungen. Die Schuld dafür sieht der Unternehmer in schwarzarbeitenden Mitbewerbern, die den Kunden ein falsches Verständnis der Normalpreise vermittelten. Die Unternehmen beobachten respektloses Verhalten nach eigenen Angaben hauptsächlich bei alkoholisierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Und: Frauen fielen häufiger negativ auf als Männer.

Mit Aggressionen gibt es bei Taxi Schaller aus Bad Nenndorf kaum Probleme, dafür aber immer mehr mit sogenannten „Flitzern“. Nicht jene, die beim Fußball nackt über das Spielfeld huschen: Wenn bei Schaller von Flitzern die Rede ist, sind Fahrgäste gemeint, die „erst aussteigen müssen, um ihre Brieftasche zu suchen“. Anschließend flitzen sie davon – ohne zu bezahlen. cs

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