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Behörde nimmt Luftproben

Den Stadthägern stinkts Behörde nimmt Luftproben

Vielen Stadthägern stinkt es: Sie fühlen sich durch Gerüche vom Asphalt-Mischwerk am Georgschacht belästigt. Darauf geht das Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim ein. Die Behörde will nun durch Laboranalysen von Luftproben herausfinden, ob von der Anlage Geruchsemissionen ausgehen.

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Quelle: pr.

Stadthagen. Nach Auskunft des stellvertretenden Behördenleiters Jörg Rospunt werden Experten eines unabhängigen Fachinstituts in den kommenden zwei Wochen Luftproben nehmen – und zwar am Schornstein des Mischwerks und beim Umladen von Asphaltmaterial auf dem Betriebsgelände. „Proben werden also an Stellen genommen, wo die größten Emissionen zu erwarten sind“, erläutert Rospunt. Zudem sei gewährleistet, dass die Anlage bei der Probenahme unter Volllast fährt.

Kriterien durch Richtlinien festgelegt

Anschließend werden die Proben nach den Worten von Rospunt im Labor geruchstechnisch analysiert. Dabei würden über die subjektive Wahrnehmung verschiedener Analyse-Experten hinaus nach dem Stand der Technik objektive Kriterien angelegt. Diese seien durch Richtlinien genau festgelegt. Basierend auf den Analysen werde berechnet, welche Geruchsbelastung sich in verschiedenen Teilen der Stadt daraus ergibt.

Die Auswertung werde einige Wochen in Anspruch nehmen, kündigt der Behördenvertreter an. Es sei geplant, die Ergebnisse dann im kommenden Januar der Bürgerinitiative „Bürgerprotest Stadthäger Asphalt-Mischwerk“ (BI) vorzustellen und zu besprechen. Die BI hatte dem Gewerbeaufsichtsamt wiederholt Beschwerden von Bürgern über Geruchsbelästigungen gemeldet.

Online-Geruchskataster

Seit 2014 wird zudem von der BI und dem Gewerbeaufsichtsamt ein Geruchskataster geführt, in das Bürger online Beschwerden mit genauer Ortsangabe eintragen können. Nach Angaben von Rospunt weist das Kataster bereits knapp 400 Eintragungen auf. Dabei handele es sich freilich stets „um subjektive Wahrnehmungen“. Bei Kontrollgängen hätten Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamtes in einigen Fällen festgestellt, dass „Geruchsüberlagerungen, etwa durch die Asphaltierung der Bundesstraße 65“ vorgelegen hätten.

Anfang November hat auch die WIR-Ratsgruppe das Gewerbeaufsichtsamt zu Luftuntersuchungen aufgefordert. Die Geschäftsführung der Betreiberfirma des Mischwerks war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. ssr

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