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Bei Waldabenteuern „einfach auf den Wegen bleiben“

Stadthagen / Kinder Bei Waldabenteuern „einfach auf den Wegen bleiben“

In den Sommerferien haben Kinder viel Zeit, um Abenteuer im Wald zu erleben. Wer ein paar Verhaltensregeln einhält, braucht sich dabei vor der Schaumburger Version von Wildnis nicht zu fürchten. In den heimischen Wäldern sind es vor allem die ganz kleinen Tiere, die dem Menschen gefährlich werden können. „Wir haben dieses Jahr relativ viele Zecken“, berichtet Kreisförsterin Diana Krause. Zwar übertrügen die kleinen Spinnentiere in Schaumburg bisher nicht die gefürchtete Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), doch könnten bis zu 20 Prozent der Blutsauger Borreliose übertragen.

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Kreuz und quer durch den Wald zu marschieren, ist aufregend für Kinder – aber auch nicht ungefährlich. © lmh

Stadthagen (lmh). „Trotzdem sollte man keine Panik haben und sich den Spaß im Wald nicht verderben lassen“, betont Krause. Mit einigen simplen Schutzmaßnahmen – lange Kleidung, feste Schuhe, Körper direkt nach der Heimkehr absuchen – könne man die Gefahr gut bannen. Komme es dennoch zu einem Stich, sei die schnellstmögliche Entfernung der Zecke und bei Ausbildung von Symptomen ein Arztbesuch angeraten.

Eine andere Gefahr aus dem mikroskopischen Bereich ist der Fuchsbandwurm. Die Eier stammen aus dem Darm des Tieres und haften diesem oft im Fell. Über den Umweg von Beeren und Pilzen können sie in den Verdauungstrakt des Menschen gelangen. „Von dort gehen die Larven in die Leber oder ins Gehirn, setzen sich dort fest und vermehren sich“, erklärt Kerstin Haver vom Veterinäramt in Bückeburg. 2005 habe eine Untersuchung ergeben, dass in Schaumburg rund 30 Prozent der Füchse mit dem lebensbedrohlichen Parasiten infiziert sind.

„Der Fuchsbandwurm ist also da, und er ist auch gefährlich“, so die Veterinärin. Einen Grund für übertriebene Vorsicht sieht Haver jedoch nicht. „Solange man eine vernünftige Grundhygiene einhält, ist die Gefahr nicht so groß. Ich hätte keine Bedenken, meine Kinder in den Wald zu schicken.“

Von den Füchsen selbst gehe laut Haver keine Gefahr aus: „Wir haben keine Tollwut da.“ Krause rät bei Wildschweinen zur Vorsicht: „Die Bache verteidigt ihre Frischlinge.“ Weiterhin gehören Erdwespen zu den potenziell unangenehmen Waldbewohnern. „Die können ziemlich aggressiv werden, wenn man auf ihr Nest tritt“, so Krause. Ihr Ratschlag für ein ungefährliches und ungestörtes Walderlebnis für sowohl Mensch als auch Tier: „Man sollte einfach auf den Wegen bleiben, da ist die Gefahr nicht groß.“

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