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Bei der Umsetzung in Stadthagen hakt’s

Kastrationspflicht von Katzen: Erste Bilanz Bei der Umsetzung in Stadthagen hakt’s

Die Einführung einer Kastrationspflicht für Freigängerkatzen war in der Vergangenheit ein wichtiges Thema in der Kreisstadt. Seit etwa acht Monaten ist die entsprechende Verordnung mittlerweile gültig. Doch es gibt – wie erwartet – Schwierigkeiten bei der Umsetzung.

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Stadthagen. Eine treibende Kraft bei der Forderung nach einer Kastrationsverordnung für Freigängerkatzen war der ortsansässige Tierschutzverein. Auf diese Weise sollte eine unkontrollierte Vermehrung vermieden werden. Entsprechende Anträge wurden an dieser Stelle durch die CDU-Fraktion und die WIR/FDP-Gruppe gestellt. Die zugehörige Satzung trat am 10. Dezember des vergangenen Jahres in Kraft. Seit diesem Zeitpunkt gilt in Stadthagen die Kastrationspflicht.

In den eingebrachten Anträgen hatten die beiden Parteien unter anderem argumentiert, dass der ungehinderten Steigerung der Population verwilderter und heimatloser Katzen aus Tierschutzgründen entgegengetreten werden solle. Die verwilderten Katzen litten oftmals unter Hunger und Krankheiten, seien zudem auch von einem frühen Tod bedroht.

Die Verwaltung der Kreisstadt hatte sich zunächst dagegen gesträubt, die Kastrationspflicht einzuführen. Dort hatte man die Auffassung vertreten, dass eine Verordnung auf der Grundlage des Tierschutzgesetzes hätte erlassen werden müssen. In diesem Punkt habe die Zuständigkeit jedoch beim Land Niedersachsen und beim Landkreis sowie dem Kreisveterinäramt gelegen. Zudem sei eine Gefahrenlage aufgrund der festgestellten Zahlen wildlebender Katzen nicht zu belegen gewesen. Die jetzt in Kraft befindliche Verordnung basiere auf dem Niedersächsischen SOG (Niedersächsisches Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung). Die Antragsteller hatten dem entgegnet, dass eine für Stadthagen geltende Verordnung einer Landesvorgabe nicht unbedingt entgegenstehen würde. Falls notwendig, könnten leicht Veränderungen vorgenommen werden.

Von der Verordnung betroffen sind alle männlichen sowie weiblichen Freigängerkatzen. Nicht kastriert werden müssen reine Wohnungskatzen und nachgewiesene Zuchtkatzen. Schwierig gestaltet sich jedoch die Überwachung der Kastrationspflicht in der Praxis. Diese erfolgt laut Verwaltung nur anlassbezogen, wenn also beispielsweise Hinweise auf Verfehlungen vorliegen. Verstöße gegen die gültige Verordnung konnten bislang nicht ermittelt werden. Bei Zuwiderhandlungen drohen saftige Strafen. Entsprechend der Verordnung kann ein Verstoß gegen die Kastrationspflicht mit einer Geldstrafe von bis zu 5000 Euro geahndet werden. Das stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.

Da die Verordnung erst seit etwas mehr als einem halben Jahr in Kraft ist, gestalten sich verlässliche Aussagen generell noch etwas schwer. Eine Tendenz in Bezug auf herumstreunende Tiere konnte noch nicht belastbar festgestellt werden.

Stadthagen gehört zu den mehr als 200 niedersächsischen Kommunen, in denen die Kastrationspflicht für Freigängerkatzen gilt. Die Verordnung gilt außerdem in weiteren Schaumburger Kommunen, unter anderem in Bückeburg und Rinteln.

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