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Beim Blutspenden im Restaurant ist „der Bär los“

Wendthagen / DRK Beim Blutspenden im Restaurant ist „der Bär los“

Im Restaurant „Dionysos“ ist am Dienstag (26. Juli) jede Menge Blut geflossen. Die Sommeraktion des DRK-Ortsvereins Wendthagen hat viele Blutspender angelockt. Entgegen dem allgemeinen Trend, dass immer weniger Leute Blut spenden, war in Wendthagen „der Bär los“, wie die Ortsvereinsvorsitzende Ursula Weber begeistert mitteilte. Bereits zur Halbzeit zählten die Helfer 90 Spender.

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Schlange stehen beim Blutspenden. © kil

Wendthagen (kil). „Sonst sind wir schon froh, wenn wir am Ende auf 70 bis 80 Leute kommen“, meinte sie. Sämtliche Liegen waren belegt, die Klemmbretter zur Anmeldung alle im Umlauf, und die Besucher standen Schlange, um mit ihrer Spende Leben zu retten. „Statistisch braucht jeder zweite Mensch im Leben einmal eine Blutkonserve“, teilte Oliver Ziebholz vom DRK-Institut in Springe mit. Nur vier Prozent der Bevölkerung spendeten hingegen. „Die Leute sind ganz gemischt“, sagte Weber. Die Sommeraktion im Restaurant ziehe ein anderes Publikum an als die üblichen Blutspendetermine in den Schulen.

„Ungefähr die Hälfte kommt aus Wendthagen“, so Weber. Das etwas andere Ambiente und die griechischen Köstlichkeiten lockten aber auch Bewohner aus Stadthagen und Umgebung an.

„Ich spende Blut, weil ich Leuten helfen möchte“, erzählte die 19-jährige Wendthägerin Jana Stolte, die seit ihrem 18. Lebensjahr zusammen mit Luise Pöppel öfters zur Blutspende gehe. „Ein bisschen muss ich mich jedes Mal wieder überwinden“, sagte sie. Am Ende siege aber die Überzeugung. Auch Andreas Pöhler (50) aus Hörkamp-Langenbruch gab an: „Ich fühle mich freier, weil ich etwas Gutes tue.“ Erst vor rund eineinhalb Jahren habe er das erste Mal sein Blut gegeben. „Da war die Angst dann überwunden“, meinte er.

Der Bedarf an Blut sei im Sommer besonders hoch, erklärte Ziebholz. „In der Urlaubszeit passieren immer mehr Unfälle“, berichtete er.

Erstspender hatten die Helfer des DRK nach Angaben von Weber nur vereinzelt zu verbuchen. „Wer einmal kommt, kommt auch wieder“, meinte die Ortsvereinsvorsitzende.

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