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00:23 14.03.2015
Die Hülle fällt: Das Schild mit dem Namen des Widerstandskämpfers Eberhard von Breitenbuch wird lesbar.  Quelle: rg
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Stadthagen. Der Urgroßvater der Kinder hatte als Wehrmachtsoffizier am 11. März 1944 ein Attentat auf den Diktator Adolf Hitler versucht. Heute vor 71 Jahren war eine Lagebesprechung unter Teilnahme von Breitenbuchs in Hitlers Berghof auf dem Obersalzberg angesetzt. Von Breitenbuch, der zum Kreis der Widerstandskämpfer gegen Hitler zählte, wollte den Diktator mit einer Pistole töten.

Jedoch wurde von Breitenbuch als Ordonnanzoffizier letztlich nicht vorgelassen. Der Schuss fiel nicht. Von Breitenbuch scheiterte ebenso wie vier Monate später Claus Schenk Graf von Stauffenberg.

Die unterschiedlichen Versuche, den Diktator zu beseitigen, hätten in der Öffentlichkeit des Nachkriegsdeutschlands nicht immer die Anerkennung erhalten, die sich die Überlebenden gewünscht hätten. Teilweise seien die Widerständler als Verräter gebrandmarkt worden. Darunter habe sein Vater bis an dessen Lebensende gelitten, berichtete am Dienstag Dr. Andreas Breitenbuch und betonte: „Umso mehr wäre es eine Freude und Genugtuung für unseren Vater gewesen, wenn er diese Ehrung hätte erleben dürfen.“

Eberhard von Breitenbuch hat 1973 bis zu seinem Tod 1980 als pensionierter Oberforstmeister auf seinem Gut Remeringhausen gelebt. Hier wohnen heute sein Sohn Hildebrand von Breitenbuch und dessen Tochter Tania von Schöning mit Ehemann und Kindern.

Die Stadthäger Ehrung Eberhard von Breitenbuchs ist der Initiative von Schülern zu verdanken. Acht Jungen und Mädchen der inzwischen geschlossenen Herderschule in Bückeburg beteiligten sich 2008 am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten „Helden: verehrt - verkannt - vergessen“. Sie heimsten mit ihrer Arbeit über Eberhard von Breitenbuch den Niedersachsensieg ein - und stellten 2010 den Antrag an die Stadt Stadthagen, einen Platz nach Eberhard von Breitenbuch zu benennen. Im Oktober vergangenen Jahres stimmte der Stadtrat dem Antrag zu.

Die Geschichte von Breitenbuchs sei „eine Geschichte, von Mut, Angst und Verzweiflung“, sagte Bürgermeister Oliver Theiß vor der Enthüllung des Schildes im Kreise geladener Gäste und resümierte: „Eine Geschichte, die beinahe zu einer Weltgeschichte geworden wäre, die aber nie den Bekanntsheitsgrad der Geschichte von Graf von Stauffenberg erreicht hat.“ sk

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