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Bekenntnis zu Stadthagen

Neues Modegeschäft Bekenntnis zu Stadthagen

Wo sich feine Herrenhemden und Schuhe präsentieren, kochten früher die Kartoffeln. Die Anschlüsse der früheren Küche sind noch zu sehen. Andreas Riehl und Ehefrau Weiwei Lin-Riehl haben ihr Braut- und Abendmodengeschäft an der Niedernstraße 49 um eine zweite Etage erweitert; Wohnungen wichen dem Projekt.

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Im neu gestalteten Obergeschoss: Andreas Riehl (rechts) und Lars Masurek diskutieren die Umbaupläne.

Quelle: sk

Stadthagen. Der Umbau des dritten Geschosses hat bereits begonnen, und außerdem wird derzeit die historische Fassade des Fachwerkhauses aus dem 17. Jahrhundert restauriert.

 Die umfassenden Ausbau- und Restaurierungsarbeiten sind mit 300000 Euro veranschlagt – ein große Investition für die jungen Geschäftsinhaber und Hauseigentümer. Nachdem Riehls 2006 die untere Etage für ihr Unternehmen gemietet hatten, erwarben sie 2012 das Haus, um ihr aufstrebendes Geschäft zu erweitern. Begonnen hatte alles im Kleinen – mit einem 40 Quadratmeter großen Laden in der Rathauspassage. Zuvor wurde in Privaträumen entworfen, genäht und verkauft. „Die Bräute standen im Schlafzimmer“, erinnert sich Andreas Riehl.

 Jetzt verfügt das Braut- und Abendmodengeschäft über 600 Quadratmeter Verkaufsfläche. Es sei nicht leicht gewesen, in der Innenstadt annähernd große Räumlichkeiten zu finden, erklärte Riehl. Die gewerbliche Nutzung der oberen Etagen musste Riehl beim Bauamt beantragen. Steine seien ihm nicht in den Weg gelegt worden. Allerdings: „Wünsche und Sicherheitsauflagen in Einklang zu bringen“, habe viele Gespräche gekostet.

 Die Außenansicht des Hauses Nummer 49 zur Niedernstraße lässt das Gesamtvolumen des alten Hauses kaum vermuten. Es erstreckt sich jedoch etwa 30 Meter nach Osten bis zum neuen Rathaus.

 Durchweg sind die neuen Geschäftsräume hell und schlicht gestaltet. Dem Raumkonzept, in dem elegante Mode wirken soll, wurde das Fachwerk untergeordnet, Decken- und vertikale, tragende Balken nicht etwa freigelegt. Riehl: „Das war mir zu rustikal.“ Vielmehr wurden die Balken mit Rigips ummantelt und alle Decken und Wandflächen weiß gestrichen. Es soll halt hell und modern sein – im Gegensatz zur historischen Fassade. Durch diese soll der Kunde eintreten und sich unvermutet „in einer anderen Welt“ wiederfinden.

 Im Haus selbst kann Riehl über alle Gestaltungsmaßnahmen entscheiden. Unter Denkmalschutz stehe nur die Fassade, erläuterte der Kaufmann. In deren Restaurierung steckt er allein mindestens 30000 Euro. Nun kam auch noch die schlechte Nachricht, dass ein Fassadenbalken marode sei. Kostenvoranschlag für den Ersatz: 13000 Euro.

 Für Andreas Riehl ist sein großes Um- und Ausbauprojekt „ein Bekenntnis zu Stadthagen“ und eine „Investition auf lange Sicht.“ Zukünftigen Heiratsaspiranten kommt dies in puncto schicker Garderobe zugute – und den städtischen Wirtschaftsförderer Lars Masurek freut es, „wenn der heimische Handel Initiative zeigt“. sk

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