Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Beteiligungsverfahren gestartet

Stadtentwicklung Beteiligungsverfahren gestartet

Bei der Entwicklung der Innenstadt sollen die Stadthäger ein Wörtchen mitreden. Zwei Jahre dauert der Prozess der am Dienstag mit einer ersten Veranstaltung begonnen hat. Bei Themen wie Einzelhandel, Wohnen und Verkehr in der Kreisstadt sind Anregungen und Ideen der Bürger gefragt.

Voriger Artikel
Experte sieht „Licht und Schatten“
Nächster Artikel
Aus Tisch wird Tor

In einem gut gefüllten Rathaussaal referiert der Experte Rolf Junker (hinten rechts) zu Herausforderungen und Chancen des hiesigen Einzelhandels.  FOTO: RG

Quelle: rg

Stadthagen. Rund 80 Teilnehmer hat Bürgermeister Oliver Theiß zur Auftaktveranstaltung des „Forums Innenstadt“ begrüßen können. „Diese Zahl zeigt, dass in Stadthagen Aktivität der Bürger da ist, und das ist schön“, bemerkte Theiß zu Beginn des auf zwei Jahre angelegten Beteiligungsverfahrens.

Bauamtsleiter Gerd Hegemann verdeutlichte, dass im Rahmen des Förderprogramms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ in den kommenden Jahren 5,2 Millionen Euro an öffentlichem Geld in die Entwicklung der Innenstadt fließen können. Ziel sei es „diese Mittel in Abstimmung mit der Bevölkerung effektiv und zielgerichtet einzusetzen“. Dazu könne das Beteiligungsverfahren einen zentralen Beitrag leisten. Ulrich Berding vom Fachbüro „plan 2 – Stadtplanung und Architektur“ (Hannover), welches den Prozess moderiert, stellte klar: Das Beteiligungsverfahren sei keine Beschlussinstanz – die bleibe der Stadtrat – , sondern solle Vorschläge und Anregungen für den weiteren politischen Prozess erarbeiten.

Luft nach oben bei Verkaufsfläche

Inhaltlicher Schwerpunkt der ersten Forumsveranstaltung war das Thema Einzelhandel. Dazu referierte Rolf Junker vom Dortmunder Fachbüro „Junker+Kruse – Stadtforschung und Planung“, das derzeit ein Einzelhandelsstrukturkonzept für Stadthagen entwickelt. Diese Arbeit sei noch in vollem Gange, weshalb derzeit „gesichertes Halbwissen“ seine Basis sei, räumte Junker ein.
Der Experte sagte, die hiesige Innenstadt biete mit Blick auf den Einzelhandel „Licht und Schatten“. So sei die vorhandene Verkaufsfläche von 22 600 Quadratmetern „nicht wirklich gut, da ist noch Luft nach oben“. Einzelne Zonen der Altstadt seien sehr unterschiedlich entwickelt. Es gelte zu gucken, wo für den Einzelhandel die meiste Vitalität drin stecke, um ihn weiter zu entwickeln, und wo eigentlich keine Kraft mehr drin sei.

Ein immer wichtiger werdender Faktor für eine lebendige Innenstadt sei die Gastronomie. „Auf dem Marktplatz hier stehen mir einfach zu wenig Stühle“, wurde Junker deutlich. Und: „Das Pfund der Weser-Renaissance kann Stadthagen noch besser aufpolieren.“ Verbesserungsfähigen Ecken wie der Rathauspassage und dem Hundemarkt müsse verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Während des gut dreistündigen Forums wurde teilweise auch in Gruppen gearbeitet. So gab es einen Gedankenaustausch und Ideensammlungen zu den Themen Einzelhandel, Wohnen und Kultur sowie öffentliche Räume und Verkehr. ssr

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr zum Artikel
„Stadthagen ist zu vollgestellt“
Die Treppen auf dem Marktplatz empfindet Landschaftsarchitekt Klaus Schulze als störend.

Der Marktplatz ist für Stadthagen ein „richtiges Pfund“, sagt Klaus Schulze. Und er muss es wissen, betreibt er doch das Büro B.S.L. Landschaftsarchitekten in Soest. Die Firma ist von der Stadt mit der Erarbeitung eines Gestaltungskonzeptes für die Fußgängerzone betraut. „Stadthagen ist zu vollgestellt“, meint der Gestalter.

mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr