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Betriebsrat geschockt

Faurecia Betriebsrat geschockt

Empört hat sich heute die IG Metall wegen des Gerüchts gezeigt, der Autositzhersteller Faurecia könnte Stadthagen verlassen und ins hannoversche Gewerbegebiet Marienwerder ziehen. Der Faurecia-Betriebsrat fordert zudem seine sofortige Einbeziehung in die Gespräche.

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Gewerkschaft und Betriebsrat wollen sich für die Sicherheit des Stadthäger Faurecia-Standort einsetzen.

Quelle: Archiv

Stadthagen. Mit Empörung hat Sabrina Wirth auf die neuesten Entwicklungen rund um einen möglichen Abzug von Faurecia aus Stadthagen reagiert. „Das wäre eine Riesenkatastrophe für Schaumburg“, sagte die Erste Bevollmächtigte der IG Metall-Verwaltungsstelle Nienburg-Stadthagen gestern.

Am Montag war bekannt geworden, dass der französische Autositzhersteller offenbar mit der Stadt Hannover über eine Ansiedlung im Gewerbegebiet Marienwerder verhandelt (wir berichteten). Dorthin könnte neben einer Abteilung aus Peine auch die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Bereiches Autositze umziehen, die bis dato noch mit mehr als 500 Arbeitsplätzen in Stadthagen angesiedelt ist.

„Sollte sich der Umzug nach Marienwerder bestätigen, wäre das ein starkes Stück“, so Wirth weiter. „Das würde nämlich bedeuten, dass die Unternehmensvertreter dem niedersächsischen Wirtschaftsminister ins Gesicht gelogen haben.“ Ein Gespräch zwischen dem CDU-Politiker Bernd Althusmann und der Faurecia-Spitze, an der außer Vertretern des Betriebsrates und der IG Metall auch führende Schaumburger Politiker beteiligt waren, war wie berichtet Anfang Dezember ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen.

"Alles für Standort Stadthagen tun"

Dabei war vonseiten der Geschäftsführung des Autositzherstellers beteuert worden, dass noch kein Beschluss gegen Stadthagen gefällt wurde. Ein Versprechen, an dem Wirth vorerst festhalten möchte. „Wir warten weiter auf Informationen und werden alles dafür tun, dass die Entscheidung am Ende doch noch für Stadthagen ausfällt“, erklärt die Gewerkschaftsvertreterin, für die ein Abzug der beiden Abteilungen einen erheblichen Verlust für den gesamten Landkreis bedeuten würde. „Die Arbeitsplätze, um die es geht, sind für eine strukturschwache Region wie Schaumburg wesentlich elementarer als für Hannover.“

Auch der Betriebsratsvorsitzende von Faurecia, Ali Umutlu, zeigte sich geschockt von der neuesten Entwicklung. Bisher sei der Betriebsrat noch nicht in nähere Planungen über einen Standortwechsel einbezogen worden. Das will Umutlu nun einfordern und sich dabei auf Paragraf 90 des Betriebsverfassungsgesetzes berufen, mit dem der Arbeitgeber zur rechtzeitigen Unterrichtung im Fall eines Neubaus verpflichtet wird. Nicht alle Mitarbeiter würden einen Umzug nach Hannover mitmachen, erklärte Umutlu. „Dann würden auch Spezialisten gehen, weil sie nicht zwei Stunden am Tag pendeln wollen.“ lht

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